Tour de France: Historischer Tag! Cavendish hängt Legende Merckx ab | Sport

03.07.2024 - Çarşamba 16:30

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Er hat ein Stück Geschichte geschrieben!

Mark Cavendish (39) konnte kaum fassen, dass es ihm tatsächlich geglückt ist! Der Brite gewann mit der Etappe von Saint-Jean-de-Maurienne nach Saint-Vulbas Plaine de L‘Ain seine 35. Etappe bei der Tour de France. Damit lässt er Rad-Legende Eddy Merckx (79) hinter sich.

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Quelle: Instagram @geniebouchard

„Cav“ – der beste aller Zeiten, was die Etappen-Jagd angeht! Da entfuhr Jan Ullrich (50), der selbst noch mit Cavendish bei T-Mobile fuhr, ein emotionales Lob. Bei Eurosport sagte Deutschlands einziger Tour-Sieger: „Ein richtiger Gänsehaut-Moment!“

Cavendish verliert Kette

Auch, weil dem Ex-Weltmeister kurz vor der Ziellinie noch die Kette vom Blatt fiel. Zum Sieg reichte es dennoch. Was macht einen Rad-Profi in diesem Alter noch so endschnell? „Man hat gesehen, die schnelle Muskelfaser vergeht nicht. Läuft alles perfekt, ist er noch einer der Schnellsten“, so Ullrich.

Cavendish selbst total angefasst: „Ich kann das alles noch gar nicht glauben! Es war eine Art Glücksspiel, ob ich es nochmal zur Tour schaffe. Wir sind hierhergekommen, um zu gewinnen. Alexandre Vinokourov (Sportdirekto – d. Red.) weiß, was die Tour de France ist. Wir haben uns genau an unseren Plan gehalten. Jedes Detail stimmt. Die Tour de France ist so groß!“

Dann fiel er in die Arme seiner Familie. Ehefrau Peta war den vier Kindern im Ziel. Alle sechs feierten den historischen Triumph. Ob je wieder ein Fahrer auf so viele Etappensiege kommt? Glauben kann man es fast nicht.

Mark Cavendish bei der Siegerehrung mit Ehefrau Peta und drei der vier Kinder

Mark Cavendish bei der Siegerehrung mit Ehefrau Peta und drei der vier Kinder

Foto: Molly Darlington/REUTERS

Seit 2007 nahm der Sprint-Spezialist von der Isle of Man 15 mal an der Tour teil. Dreimal fehlte er, trotz seiner überragenden Fähigkeiten. Sonst wäre der Rekord wohl schon viel eher gefallen. Nun aber hat er ihn.

Dabei war er schon nach dem ersten Tag am Sonnabend fast raus. Bei bis zu 38 Grad gingen die Kräfte flöten und um ein Haar verpasste Cavendish die Karenzzeit. Mit 39 Minuten Rückstand kam er in Rimini an, mehr als 49 hätten es nicht sein dürfen. „Ich habe Sterne gesehen! Es war sehr heiß“, hatte er nach der Zielankunft gesagt.

Volle Konzentration! Sekunden später hat Mark Cavendish den Tour-Rekord

Volle Konzentration! Sekunden später hat Mark Cavendish den Tour-Rekord

Foto: Stephane Mahe/REUTERS

Jetzt meint der Profi vom Team Astana-Qazaqstan rückblickend: „Ich brauche immer ein bisschen, in die Tour zu kommen. Ich weiß, wie es läuft, ich war ja oft genug dabei. Ich mag solche Tage wie auf der 1. Etappe nicht und ich mag es nicht zu leiden, aber wir haben das als Team gelöst.“

Und die Tour ist ja noch nicht zu Ende. Möglich, dass er den Rekord noch höher schraubt. In Gelb fährt am Donnerstag von Macon nach Dijon weiter Tadej Pogacar (25/Slowenien).

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