Trump-Anwalt nimmt ihn in die Mangel: Star-Zeuge gerät ins Schwitzen | Politik

26.04.2024 - Cuma 19:34

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Während es im Gerichtssaal um frühere Sexaffären ging, feierte die Ehefrau von Donald Trump (77), Melania, ihren 54. Geburtstag.

„Ich wäre lieber bei ihr als im Gerichtssaal wegen eines fadenscheinigen Prozesses“, sagte Trump zu Reportern.

Der Strafprozess gegen ihn ging dann Freitag ins Finale für die zweite Woche. Star-Zeuge David Pecker (72), der Ex-Herausgeber der Illustrierten „National Enquirer“, wurde während des Kreuzverhörs von Trump-Anwalt Emil Bove befragt.

Pecker hatte davor erläutert, wie er 2015 und 2016 für den damaligen Präsidentschaftskandidaten Sexgeschichten kaufte und einstampfte, indem er sie nicht veröffentlichte. Auch hatte er Trumps Anwalt Michael Cohen (57) wegen Pornostar Stormy Daniels (45) alarmiert, die über eine Sex-Nacht mit Trump auspacken wollte.

Donald und Melania Trump bei einem gemeinsamen Auftritt Anfang April

Donald und Melania Trump bei einem gemeinsamen Auftritt Anfang April

Foto: Lynne Sladky/AP

Cohen zahlte 130 000 Dollar für ihr Schweigen. Die Verschleierung dieser Zahlung steht im Zentrum der Anklage (34 Anklagepunkte). Pecker hatte auch eingestanden, dass er Trumps politische Rivalen mit oft faken Horror-Geschichten in Verruf brachte.

Trump mit seinem Anwalt Emil Bove vor Gericht

Trump mit seinem Anwalt Emil Bove vor Gericht

Foto: Jane Rosenberg/REUTERS

Trumps Anwalt wollte ihm aber andere Sichtweisen entlocken – und hatte Erfolg:

▶︎ Zuerst gestand Pecker, dass er ähnliche „Catch and Kill“-Dienste (Einkaufen und Einstampfen peinlicher Storys) auch für Arnold Schwarzenegger (76) als Gouverneurs-Kandidaten verrichtete. Damals sei es sogar um 30 Frauen gegangen, Pecker habe „Hunderttausende Dollar“ bezahlt.

▶︎ Auch eine Serie negativer Enthüllungen über Bill und Hillary Clinton sei eher im Interesse seiner Leser gewesen. Negative Schlagzeilen gab es schon vor Trumps Antreten, sagte er.

▶︎ Angesprochen wurde neuerlich die Zahlung an Dino Sajudin, ein ehemaliger Türsteher im Trump Tower, der behauptete, Trump habe eine Haushälterin geschwängert. Pecker zahlte dem Informanten 30 000 Dollar. Aber: Nicht unbedingt, um Trump zu „beschützen“, sondern die potenziell „größte Story in der Geschichte des National Enquirers“ nicht zu verpassen, gestand er ein – größer als gar der Tod von Elvis Presley.

Ließ für Trump ungünstige Geschichten verschwinden: David Pecker (72)

Ließ für Trump ungünstige Geschichten verschwinden: David Pecker (72)

Foto: Marion Curtis/AP

▶︎ Eine andere Sichtweise wollte der Trump-Anwalt auch beim Drama um die angebliche Ex-Affäre Karen McDougal (53) dem Zeugen entlocken. Er sagte aus, mexikanische Medien hatten acht Millionen Dollar geboten. Er deutete an, dass bei seiner Zahlung von 150 000 Dollar neuerlich publizistische Überlegungen die Hauptrolle spielten.

Pecker hatte auch ausgesagt, dass sich Trump bei einem Treffen explizit für die „Türsteher-Situation“ und „McDougal“ bedankt habe. Konfrontiert wurde er dann aber mit Verhörprotokollen bei späteren Bundesermittlungen, wo er angab, Trump habe sich bei dem Treffen NICHT bedankt.

Pecker geriet ins Schwitzen. Diese Runde ging an Team Trump.

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