Trump fordert: Todesstrafe für JEDEN Mord in Washington! | Politik

26.08.2025 - Salı 21:50

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Mit maximaler Härte versucht Donald Trump (79), die Kriminalität in der amerikanischen Hauptstadt zurückzudrängen. Jetzt erhöht der US-Präsident noch einmal den Druck: Nach seinem Willen soll künftig jeder Mord in Washington, D. C. mit der Todesstrafe vergolten werden.

Das sagte Trump am Dienstag bei einer Sitzung seines Kabinetts. Wörtlich versprach er: „Wenn jemand in der Hauptstadt Washington, D. C. jemanden tötet, werden wir die Todesstrafe beantragen.“ Im Englischen nutzte er dafür den griffigen Slogan: „capital, capital punishment“.

Schon jetzt können Staatsanwälte in der Hauptstadt für bestimmte Taten die Todesstrafe beantragen. Das ist aber nur möglich, wenn die Straftat unter ein Bundesgesetz fällt – was etwa bei Terrorismus der Fall ist. Zudem muss eine Jury der Todesstrafe zustimmen. Diese besteht aus einfachen Bürgern – und die sind in Washington häufig grundsätzlich gegen die Todesstrafe.

Heißt: Trumps Plan wird nicht einfach umzusetzen sein. Zumal politischer Widerstand programmiert sein dürfte.

Weniger Straftaten seit Einsatz der Nationalgarde

Vor rund zwei Wochen hatte der Republikaner die Nationalgarde in die Hauptstadt entsandt. „Heute ist der Tag der Befreiung in D.C. – und wir werden unsere Hauptstadt zurückerobern“, sagte er da. Die Maßnahme begründete er unter anderem mit der hohen Mordrate im Stadtgebiet.

Trump präsentierte vor der Entsendung der Nationalgarde dieses Diagramm der Mordraten von verschiedenen Hauptstädten in der Welt. Auf dem Ausdruck liegt Washington D.C. mit großem Abstand vorn – noch vor Mexiko-Stadt und Bagdad. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum von 2019 bis 2024

Trump präsentierte vor der Entsendung der Nationalgarde dieses Diagramm der Mordraten von verschiedenen Hauptstädten in der Welt. Auf dem Ausdruck liegt Washington, D.C. mit großem Abstand vorn – noch vor Mexiko-Stadt und Bagdad. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum von 2019 bis 2024

Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS/AFP

Eine erste Auswertung des Senders CNN zeigt, dass die Zahl der Straftaten in Washington seit dem Einsatz der Nationalgarde tatsächlich zurückgegangen ist. Demnach verzeichneten die Behörden 19 Prozent weniger Eigentumsdelikte, Gewaltstraftaten gingen um 17 Prozent zurück. Raubüberfälle und Auto-Einbrüche sanken sogar um 40 Prozent. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Körperverletzungen mit einer gefährlichen Waffe um 14 Prozent.

Die Nationalgarde patrouilliert seit rund zwei Wochen in Washington D.C.

Die Nationalgarde patrouilliert seit rund zwei Wochen in Washington, D.C.

Foto: AP

CNN stufte den Rückgang der Straftaten als moderat ein. Daraufhin antwortete Trump-Sprecherin Abigail Jackson: „Der Rückgang der Kriminalität ist nicht ‚moderat’, sondern lebensverändernd für die unzähligen Einwohner und Besucher von Washington, D.C., die in der letzten Woche nicht ermordet, ausgeraubt, Opfer eines Autoraubs oder eines Gewaltverbrechens geworden sind.“

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