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Trump: Friedens-Plan für Gaza – „Ewiger Friede“ beginnt in den Köpfen | Politik
30.09.2025 - Salı 04:47
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Berlin – Das Wort Riviera ist nicht gefallen, doch ohne die gewohnten Übertreibungen ging es trotzdem nicht. „Ewigen Frieden“ wolle er nun schaffen. Einer der größten Tage der menschlichen Zivilisation sei dies.
Aber wenn man das alles einmal ausblendet, muss man sagen: Was US-Präsident Donald Trump nach dem Treffen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (75) zu Gaza sagt, klingt fast schon vernünftig – und wie so vieles, was er zu diesem Konflikt bereits gesagt hat – viel zu einfach, um machbar zu sein!
In der gemeinsamen Pressekonferenz knüpfte der Republikaner heute an seinen 20-Punkte-Plan an, der zu Frieden und einer Koexistenz von Juden und Palästinensern führen soll. Im Zentrum: die Freilassung der verbliebenen israelischen Geiseln binnen 72 Stunden, das Ende der Hamas-Terrorherrschaft und last but not least: Autonomie. Israel hält sich im Gegenzug raus aus Gaza.
Es scheint Trump wirklich darum zu gehen, einen Plan zu schaffen, der von allen Seiten akzeptiert werden kann, denn er ringt auch der Hardliner-Regierung Netanjahu Zugeständnisse ab. Klar macht er das, was zuletzt gar nicht mehr so klar war: Die USA bleiben DIE Schutzmacht Israels.
Aber: Die Interessen der rechten israelischen Regierung einseitig durchdrücken? Nein! So hält Trump die Perspektive eines palästinensischen Staates aufrecht – anders als „Bibi“, wie Trump Netanjahu freundschaftlich nennt, der diesem Vorhaben erst vor wenigen Tagen wieder eine Absage erteilte.
Hass ist ein lang wirkendes Gift
Trump dürfte damit auf der Seite der Mehrheit der Israelis sein, die sehr wohl einer Zwei-Staaten-Lösung zustimmen würden, aber dringend Sicherheitsgarantien verlangen.
In Israel protestieren die Menschen weiter für die Freilassung der Geiseln
▶︎ Und genau das ist der springende Punkt: Wie künftig sicherstellen, dass von Gaza keine Gefahr mehr ausgeht? Was, wenn im Verborgenen die Terrornetze weiterbestehen oder sich neu finden? Wer soll das vor Ort kontrollieren? Und welche Sanktionen kann es geben, falls sich doch Gruppen wieder radikalisieren? Mal ganz davon abgesehen, dass die Hamas dem Ganzen erst einmal zustimmen muss.
Hinzu kommt: Hass ist ein lang wirkendes Gift. Es bleibt in den Köpfen der Menschen, über Generationen. Wie lässt sich dieser Hass beseitigen?
Ja, Hass gibt es auch unter Israelis auf Palästinenser. Der Unterschied? Ich habe noch keinen Israeli getroffen, der sich freut über das Leid der Menschen in Gaza. Es gibt keine Feiern in Tel Aviv, wenn Zivilisten in Gaza getötet werden. Die allermeisten Menschen in Israel finden das falsch und schlimm. Aber wir alle haben die Bilder und Videos gesehen von Menschen, die sich über das Massaker am 7. Oktober gefreut haben.
Kein Schuss mehr in Gaza: „Wir werden bei der Sicherheit helfen“
Schulen, Fernsehen, Moscheen, Social Media. Die Menschen in Gaza – und auch in anderen Teilen der arabischen Welt und in arabischen Communities bei uns – sind permanent umgeben vom Hass auf Israel und Juden. Antisemitismus bedeutet jüdisches Leben auslöschen – nicht akzeptieren.
„Ewiger Frieden“ – das ist nun mehr als nur das Schweigen der Waffen, das Freilassen von Geiseln. Er beginnt in den Köpfen. Und dafür braucht man mehr als Spiegelstriche eines Punkteplans. Dafür braucht man Konzepte und Ausdauer. Das wird der härteste Weg. Und für den gibt es noch gar keinen Plan.
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