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Trump irritiert bei Zeremonie in Ägypten: Chaos nach historischer Unterschrift | Politik
15.10.2025 - Çarşamba 12:48
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Scharm El-Scheich – Es soll der Anfang von einem neuen Frieden im Nahen Osten sein!
Am Montag kamen Staats- und Regierungschefs aus aller Welt im Küstenort Scharm El-Scheich (Ägypten) zusammen, um den Frieden zwischen Israel und den Hamas-Terroristen zu besiegeln. Eingeladen von US-Präsident Donald Trump (79) und dem ägyptischen Machthaber Abd al-Fattah as-Sisi (70).
Höhepunkt des Gipfels: Die Vertreter der USA, Ägyptens, Katars und der Türkei haben eine gemeinsame Friedenserklärung für den Gazastreifen unterzeichnet.
▶︎ In dem Dokument erklären sich die vier Länder zu Garantiemächten einer Vereinbarung, mit der der Gaza-Krieg beendet werden soll.
Trump mit Ägypten-Präsident Abd al-Fattah as-Sisi
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Trump zeigte sich bei der Unterzeichnungszeremonie zuversichtlich, dass die Erklärung „Bestand haben“ werde. Laut Trump werden in dem unterzeichneten Dokument „Regeln und Vorschriften“ zum weiteren Vorgehen auf dem Weg zur Beendigung des vor zwei Jahren begonnenen Krieges im Gazastreifen festgelegt.
Chaos nach historischer Unterschrift
Nach der Unterzeichnung entwickelte sich der Friedens- zum Chaos-Gipfel.
▶︎ Als die anwesenden Staatslenker sich für die erwarteten Reden von Trump und as-Sisi hinsetzen wollten, schritt der Saalsprecher auf Drängen der US-Protokollverantwortlichen ein. Die Staats- und Regierungschefs sollten sich auf der Bühne versammeln. Offenbar als Kulisse für den US-Präsidenten und seinen ägyptischen Amtskollegen. Bundeskanzler Friedrich Merz (69) war sichtlich irritiert. Frankreichs Emmanuel Macron (47) weigerte sich geschickt, auf die Bühne zu gehen, setzte sich stattdessen rechts außen in Reihe eins.
Spontan versammelte Trump zahlreiche Staats- und Regierungschefs hinter sich
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▶︎ Erst als Ägypten-Präsident al-Sisi (auf Arabisch) schon lange sprach, erreichten die Übersetzungsgeräte die Anwesenden. Auch Trump stand ohne Übersetzung neben dem Ägypter.
▶︎ Schließlich warf der US-Präsident das ganze Protokoll über den Haufen. Anders als geplant, holte er den pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif (74) ans Mikrofon. Der schlug Trump wegen seiner Verdienste für den Friedensnobelpreis vor. Zuvor hatte es aus dem deutschen Protokoll geheißen, man erwarte, einer Trump-Show beizuwohnen. Am Ende war es kurz vor Trump-Anbetung: „Gott segne Sie“, so der Pakistani.
Trump holte plötzlich den pakistanischen Premier Shehbaz Sharif (r.) auf die Bühne
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Trumps Masche: Anstatt eine Rede zu halten, stellte er Leute vor, als führe er durch seine Sammlung an Staatschefs: Hier ist mein Pakistani, hier meine Meloni, hier mein Merz, mein Orban, mein Macron … Dabei musste er immer wieder schauen, wer nun vor ihm sitzt oder hinter ihm staffiert worden ist.
Und ausgerechnet Israel fehlte in Ägypten: Nachdem Trump den Vormittag bei Premier Benjamin Netanjahu (75) verbrachte, reiste er ohne diesen weiter. Die Türkei behauptet, eine Teilnahme Netanjahus verhindert zu haben. Israel widersprach der Darstellung: Netanjahu habe seine Reise aus Zeitgründen vor dem Beginn des jüdischen Feiertags Simchat Torah abgesagt. Dafür stand Fifa-Boss Gianni Infantino (55) mit auf der Bühne. Zuletzt hatte er Forderungen nach einem Ausschluss Israels vom Fußball eine Absage erteilt.
[-->Viele offene Fragen
Der Eindruck der deutschen Delegation: Dieser Tag endet chaotisch, könnte aber eine Chance für langfristigen Frieden sein.
Doch trotzdem herrscht in der Bundesregierung große Skepsis über den weiteren Prozess. Bei aller Freude und Dankbarkeit, hauptsächlich für das Engagement der USA, seien zentrale Fragen des Prozesses noch weitgehend ungeklärt – insbesondere die Rolle der Terrorgruppe Hamas im Gazastreifen.
Die Terrororganisation sei bisher ausdrücklich nicht bereit, sich entwaffnen oder entmachten zu lassen. Laut dem Friedensabkommen sollte die Hamas die Leichen von 28 in den Gazastreifen verschleppten und getöteten Israelis an den jüdischen Staat überstellen. Doch plötzlich kündigten die Terroristen an, nur vier Leichen an Israel zu übergeben. Angeblich würde die Bergung länger dauern. Vier Särge kamen am Montagabend in Israel an. Israel wirft der Hamas vor, damit die getroffene Vereinbarung zu brechen.
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