Trump-Prozess: „130 000 Dollar waren nicht für ein Foto mit Stormy“ | Politik

29.05.2024 - Çarşamba 23:48

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High Noon im Gerichtssaal 1530 des New Yorker Strafgerichts: Es sind Momente, wie sie Donald Trump (77) wohl sein Leben lang nicht vergessen wird!

Die Nervosität steigt in New York: Vor dem Gerichtsgebäude kam es zur kurzen Prügelei zwischen Trump-Gegnern und Anhängern.

Dienstag wurden die Schlussplädoyers von Anklage und Verteidigung abgehalten. Von einem Rednerpult nur vier Meter von den „Jury“-Bänken entfernt wollten beide Seiten die 12 Geschworenen überzeugen. Nur sie entscheiden am Ende über „schuldig“ oder „unschuldig“.

Die Anklage wirft Trump die angebliche Vertuschung einer Schweigegeld-Zahlung an Pornostar Stormy Daniels (45) vor, durch die der 2016er-Wahlkampf widerrechtlich beeinflusst und Geschäftsunterlagen gefälscht worden sein soll.

Empörender Kommentar

Den Auftakt machte die Verteidigung: Trumps Top-Anwalt Todd Blanche zerpflückte Punkt für Punkt die durch 20 Zeugen in sechs Wochen ausgebreitete Anklage-Präsentation: Trump habe mithilfe des befreundeten Boulevardzeitungs-Herausgebers David Pecker (72) und seines früheren Anwalts Michael Cohen (57) peinliche Sexstorys mit Geld verschwinden lassen.

Die Verteidigung jedoch argumentierte, dass es für keinen der Vorwürfe der Anklage Beweise gebe. Den Kronzeugen der Anklage, Cohen, verdammte er als „größten Lügner aller Zeiten“. Blanche wurde laut: „Sie können nicht jemanden ins Gefängnis schicken aufgrund dieses Lügners!“ Knallhart-Richter Juan Merchan (61) nannte den Kommentar „empörend“.

Dann war die Anklage am Zug: „Wir haben hier einen Fall von Verschwörung – dem eine Vertuschung folgte“, begann Chefankläger Joshua Steinglass sein Schlussplädoyer. Er argumentierte, dass diverse Schweigedeals, einer mit Pornostar Stormy Daniels, ihm sogar letztendlich 2016 den Wahlsieg ermöglicht hatten.

Und Steinglass schob sarkastisch nach: „Er hat sicher keine 130 000 Dollar gezahlt – nur für ein Foto mit Stormy am Golfplatz!“ Er sprach damit das berühmte Foto an, in dem Trump und die Sexfilm-Darstellerin vor dem angeblichen Sextreffen 2006 bei einem Golfturnier posierten.

Verteidigung des Zeugen

Zunächst musste Steinglass aber die Glaubwürdigkeit seines wichtigsten Zeugen, Cohen, verteidigen – das Team von Staatsanwalt Alvin Bragg (50) startete hier in der Defensive: Er gestand ein, dass der Zeuge Cohen oft eigene Interessen verfolgte und des Diebstahls überführt wurde. Dann landete Steinglass aber eine Pointe: „Wir haben Mr. Cohen nicht aus den Zeugen herausgefischt – Trump selbst vertraute ihm einst als rechte Hand!“

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