Trumps Kurswechsel: Lebensmittelzölle gestrichen | Politik

15.11.2025 - Cumartesi 01:46

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Washington (USA) – Die Preise im Supermarkt steigen – und die US-Regierung gerät unter Druck. Jetzt lenkt Präsident Donald Trump ein und nimmt mehrere Lebensmittel von seiner Zollliste.

Nachdem die Verbraucherpreise in den USA zuletzt deutlich angezogen hatten, streicht Trump einen Teil seiner Zölle auf Lebensmittelimporte. Wie das Weiße Haus am Freitag (Ortszeit) mitteilte, betrifft das unter anderem Rindfleisch, Kaffee, Tee, Tomaten, Bananen, Kakao, Gewürze und Fruchtsäfte. Auch bestimmte Düngemittel wurden von der Liste gestrichen.

Kehrtwende nach Preisschock bei Lebensmittel

Der Grund: Vor allem die Preise für Rindfleisch explodierten zuletzt. Laut der US-Statistikbehörde kletterten etwa die Kosten für Rinderhack seit Jahresbeginn jeden Monat in die Höhe – für viele Amerikaner kaum noch bezahlbar.

In den Supermärkten in den USA sind die Lebensmittelpreise in den vergangenen Monat explodiert

In den Supermärkten in den USA sind die Lebensmittelpreise in den vergangenen Monat explodiert

Foto: Stephanie Scarbrough/AP/dpa

Die Regierung begründet den Schritt mit der fehlenden Verfügbarkeit vieler Agrarprodukte im eigenen Land. Viele der betroffenen Lebensmittel stammen aus Ländern, mit denen die USA zuletzt Handelsabkommen ausgehandelt haben. Er folgt aber auch auf mehrere Wahlerfolge der Demokraten auf bundesstaatlicher und lokaler Ebene, bei denen die hohen Lebenshaltungskosten ein zentrales Thema waren.

Deutschland exportiert Kaffee in USA

Ein gutes Signal für deutsche Exporteure: Allein 2024 gingen laut vorläufigen Zahlen des Bundesministeriums für Landwirtschaft (BMEL) Agrarprodukte im Wert von 2,5 Milliarden Euro aus Deutschland in die USA.

Der größte Posten: Kaffee mit rund 335 Millionen Euro Umsatz. Dahinter: Kakao und kakaohaltige Produkte mit 281 Millionen Euro – davon entfielen ganze 93 Prozent auf Schokolade und andere süße Zubereitungen.

Trump rudert bei Zoll-Kurs zurück

Trump hatte nach seiner Wiederwahl im Januar eine harte Zollpolitik fortgesetzt. Gegen viele Staaten verhängte er hohe Einfuhrzölle – mit dem Vorwurf, diese hätten jahrelang von unfairen Handelsregeln profitiert.

Zwar präsentierte Trump neue Handelsverträge in den vergangenen Monaten als persönlichen Erfolg. Doch Ökonomen schlagen Alarm. Sie warnen: Von der Zollpolitik des Republikaners habe vor allem die amerikanische Bevölkerung Nachteile – etwa durch steigende Preise an der Ladenkasse.

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