Ukraine-Plan: Deshalb ist Merz sauer auf Trump | Politik

23.11.2025 - Pazar 17:19

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Washington/Kiew – Dieser Plan wird die Welt verändern. Still und heimlich ließ US-Präsident Donald Trump (79) einen 28-Punkte-Friedensplan für die Ukraine aufschreiben. Und erwischte Deutschland, Europa und die überfallene Ukraine kalt. Nichts hatten sie geahnt. Stattdessen verhandelte der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) in Absprache mit Außenminister Marco Rubio (54) und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (44) den Plan direkt mit Moskau.

Es geht um Macht und Milliarden. Und die Frage, ob Russlands Kriegstreiber Wladimir Putin (73) am Ende mit seinem mörderischen Treiben durchkommt.

„Dies ist einer der schwierigsten Momente unserer Geschichte“, sagte Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) am Freitagabend in einer Videobotschaft an sein Volk. Trump hatte ihm ein Ultimatum gesetzt: Bis Donnerstag erwarte er Zustimmung. Sonst, so berichten es US-Medien übereinstimmend, würden die USA ihre militärische Unterstützung stoppen.

Mit sorgenzerfurchter Stirn erklärte Selenskyj, dass sein Land nur noch die Wahl zwischen einer schlimmen und einer schlechten Alternative habe: „Entweder die Würde verlieren oder das Risiko eingehen, den Schlüsselpartner zu verlieren. Entweder die schwierigen 28 Punkte oder ein äußerst schwerer Winter.“

Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) sprach am Freitag mit denEuropäern Merz, Macron, Starmer

Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) sprach am Freitag mit denEuropäern Merz, Macron, Starmer

Foto: ROPI

Zwei Stunden später gab Selenskyj bekannt, dass er bereit sei, über Trumps Plan zu verhandeln. Der tönte im Weißen Haus über Selenskyj: „Er wird ihn billigen müssen.“

Die völlig überrumpelten Europäer setzten sich am Samstag in Südafrika zusammen. Eigentlich waren sie für den G-20-Gipfel (Treffen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer) nach Johannesburg gereist. Trump, der sein Kommen nicht für nötig hielt, hatte den Gipfel aus der Ferne zum Ukraine-Krisentreffen gemacht.

Kanzler Friedrich Merz (70, CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (47) und Großbritanniens Regierungschef Keir Starmer (63) beratschlagten, wie sie mit ihrer vorgeführten Machtlosigkeit umgehen wollen.

Briten-Premier Keir Starmer (63), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (47) und Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) berieten am Samstag beim G20-Gipfel die Lage

Briten-Premier Keir Starmer (63), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (47) und Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) berieten am Samstag beim G20-Gipfel die Lage

Foto: Getty Images

Merz trat danach kurz vor die Presse. Fragen ließ er in dieser kritischen Lage nicht zu, aber er versuchte, Stärke zu demonstrieren: „Kriege können nicht beendet werden durch Großmächte über die Köpfe der betroffenen Länder im Krieg.“ Es bedürfe sowohl der Zustimmung der Ukraine als auch der Europäer. „Denn es ist ein Krieg auf dem europäischen Kontinent.“

Merz bestätigte, dass sich am Sonntag in Genf die sicherheitspolitischen Berater Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens mit den Kollegen aus der Ukraine und den USA treffen würden. Laut Selenskyj sollen auch russische Vertreter kommen.

Die Zeit drängt. Will Trump doch seinen Plan bis Donnerstag, wenn in den USA Thanksgiving gefeiert wird, durchdrücken.

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