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Unionskreise tuscheln: Jens Spahn als neuer Außenminister? | Politik
06.11.2025 - Perşembe 07:47
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Berlin – Es ist das größte Tuschelthema in Unionskreisen! Sollte der Kanzler tatsächlich seinen Außenminister wegen seiner Fehltritte ersetzen: Wer könnte dann auf Johann Wadephul (62, CDU) folgen?
Zwar winkt man im Kanzleramt entschieden ab, wenn die Frage gestellt wird, da Wadephuls Fehltritte keinen Personaltausch erforderten. Klar ist auch, dass ein Ministerwechsel das Eingeständnis des Kanzlers wäre, dass er sich in einer entscheidenden Frage geirrt hat: der Besetzung des Auswärtigen Amts. Das will Merz vermeiden.
► Fakt ist aber: Eine Rochade hätte für Merz auch Charme – denn so könnte er sich einige Probleme vom Hals schaffen, die aktuell den Regierungsbetrieb erschweren.
Ein Name, der häufig fällt, ist der von Unionsfraktionschef Jens Spahn (45). Spahn war schon früher als möglicher Außenminister gehandelt worden. Er kokettiert mit seinen Drähten zu Trumps Republikanern in Washington, macht immer eine gute Figur, ist international parkettsicher. Einen Auftritt wie Wadephul in Syrien hätte er sicher nicht abgeliefert, heißt es.
Zwei, die es werden könnten: Jens Spahn (45, l.) und Thorsten Frei (52, CDU)
Gleichzeitig gilt Spahn als einer, der gern auf eigene Rechnung arbeitet. Anders als etwa Volker Kauder (76), der als Fraktionschef immer ein treuer Diener Angela Merkels war, hat Spahn eine eigene Agenda und Ambitionen für die Zeit nach Merz. Dessen Leute finden das verdächtig. Nach dieser Logik wäre Spahn im Auswärtigen Amt an einem für Merz ungefährlicheren Platz.
► Ein weiterer Vorteil, der sich aus einem Wechsel Spahns ergeben würde: Der Posten des Fraktionschefs könnte dann doch noch mit CDU-Kanzleramtsminister Thorsten Frei (52) besetzt werden, heißt es.
Armin Laschet (64) hätte die außenpolitische Expertise für den Job
Hintergrund: Frei fremdelt bis heute mit seinem Aufgabenbereich, er vermisst die Fraktion, könnte sie vielleicht auch besser zusammenhalten. Und mit Spahn fremdeln ihrerseits immer noch einige in der CDU/CSU-Fraktion.
Der Problemminister: Wie gefährlich wird Wadephul für Merz?
Ebenfalls wieder Hoffnung machen dürfte sich Ex-NRW-Regent Armin Laschet (64), der aktuell den Auswärtigen Ausschuss leitet. Allerdings hatte Laschet Merz schon zur Zeit der Kabinettsbildung mit übertriebenem Wahlkampf in eigener Sache genervt. Und: Eine Raserfahrt durch seine Heimat Aachen hatte er mit einer Geschichte begründet, die man auch im Kanzleramt haarsträubend fand („Von Unbekannten verfolgt“, BILD berichtete).
David McAllister (54, CDU) müsste wohl erst überzeugt werden, das Amt zu übernehmen
Ebenfalls vom Fach ist David McAllister (54, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament). Doch der CDU-Mann aus Niedersachsen hat Merz schon einmal abblitzen lassen, weil er lieber in Brüssel seine Freiheit genießt. McAllister dürfte sich durch Wadephuls Fehltritte in seinen Vorbehalten bestätigt sehen, wird gesagt.
Norbert Röttgen (60, CDU) ist bekannt – vielleicht ein bisschen zu bekannt?
Jürgen Hardt (62) ist Außenexperte – und könnte die Nachfolge von Wadephul antreten
Infrage kommen noch die Außenexperten Jürgen Hardt (62) und Norbert Röttgen (60). Röttgen hat aus Merz’ Sicht aber den Nachteil, dass er zu viel in Talkshows sitzt.
Denn: Merz will am liebsten höchstselbst Deutschlands Außenkanzler sein.
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