Ursula von der Leyens Flugzeug: Um 16:17 Uhr schlugen die Piloten Alarm | Politik

03.09.2025 - Çarşamba 15:48

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Berlin – Haben die Russen gezielt das Flugzeug der ranghöchsten EU-Vertreterin ins Visier genommen?

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wurde am Sonntag Opfer einer mutmaßlich russischen Jamming-Attacke, als sie gerade im Landeanflug auf den Flughafen Plovdiv (Bulgarien) war. Als Jamming wird die absichtliche Störung eines GPS-Signals bezeichnet, die Folge ist der Ausfall von Navigationssystemen.

BILD erfuhr: Am Sonntag um 16.17 Uhr (deutscher Zeit) meldete die Flugbesatzung eine Störung beim „Global Navigation Satellite System“ (GNSS) – und zwar eine schwerwiegende: Das Signal war einfach weg!

Infolge der Störung brachen die Piloten das satellitengestützte Anflugverfahren ab und bereiteten sich vor, einen Anflug mit „konventionellen Navigationshilfen“ durchzuführen. Wie die britische „Financial Times“ berichtet, griffen sie auf Papierkarten zurück.

[-->Aufzeichnungen von Flightradar24 zeigen, dass der Flieger über dem Flughafen Plovdiv kreisen musste. Trotz der massiven Signal-Probleme konnten die Piloten das Flugzeug von Ursula von der Leyen sicher landen.

Kreisen über Plovdiv: Das Flugzeug von Ursula von der Leyen vor der Landung

Kreisen über Plovdiv: das Flugzeug von Ursula von der Leyen vor der Landung

Foto: Flightradar24<!-->

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Hat Russland gezielt versucht, den Flug der EU-Chefin zu stören?

Aus der EU-Kommission hieß es: „Wir haben von den bulgarischen Behörden die Information erhalten, dass sie den Verdacht haben, diese offenkundige Störung sei von Russland ausgeführt worden.“ Und weiter: „Wir sind uns bewusst, dass Drohungen und Einschüchterungen ein regelmäßiger Bestandteil von Russlands feindseligen Handlungen sind.“

Aus Bulgarien heißt es, dass es seit Russlands Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 verstärkt zu Signal-Störungen kommt. Diese führten „zu verschiedenen operationellen Herausforderungen für Luftfahrzeuge und Bodensysteme“.

Bundeswehr-Chef erlebte auch schon Stör-Angriff

Stör-Angriffe auf hochrangige Politiker und Militärs kommen immer wieder vor. Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer erklärte am Montag, er habe dies mehrfach erlebt: Einmal sei dies bei einem Flug über der Ostsee Richtung Norden passiert und einmal beim Besuch einer Übung in Litauen. Unklar blieb, ob die Störaktionen gezielt ihm galten oder großflächiger angelegt waren.

Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer (60)

Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer (60)

Foto: Kay Nietfeld/dpa<!-->

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Breuer: „Wir stehen zurzeit immer wieder unter Sabotage, unter Spionage, und wir unterliegen auch hybrider Einflussnahme, hybriden Aktionen, die können wir ganz häufig auf staatliche Akteure und dabei dann sehr häufig auch auf Russland zurückführen.“

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