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USA: Magazin veröffentlicht ganzen Chat zu Angriffsplänen auf Huthis | Politik
26.03.2025 - Çarşamba 14:18
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Nächste Runde im Chat-Skandal um die Trump-Regierung: Das US-Magazin „The Atlantic“ hat heute den brisanten Verlauf der Textnachrichten offengelegt. Darin sind die detaillierten Angriffspläne der Amerikaner auf die Huthi-Miliz im Jemen nachzulesen.
Hintergrund: Am Montag hatte das Magazin einen brisanten Bericht veröffentlicht: Chefredakteur Jeffrey Goldberg (59) war in einem Regierungschat der Amerikaner gelandet. Darin tauschten Trumps Leute hochsensible Informationen aus. Zentrales Thema: der US-Angriff auf die jemenitischen Huthi-Terroristen.
U.a. waren Trumps Nationaler Sicherheitsberater Mike Waltz (51), Außenminister Marco Rubio (53), der Direktor des Auslandsgeheimdienstes CIA John Ratcliffe (59) und Vizepräsident JD Vance (40) in der Chatgruppe beim Messenger-Dienst Signal.
Im Fokus steht Sicherheitsberater Waltz. Der erfahrene Afghanistan-Veteran lud den „Atlantic“-Journalisten in die Chatgruppe ein. Eine der wohl dümmsten Sicherheitsspannen der letzten Jahre.
Trumps Nationaler Sicherheitsberater, Mike Waltz (51)
Die Trump-Administration spielte das Ganze herunter. US-Präsident Donald Trump (78) spricht lediglich von einem „Ausrutscher“.
Die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (43), und der Direktor der Central Intelligence Agency (CIA), John Ratcliffe (59), gaben beide an: Es seien keine vertraulichen Daten geteilt worden.
Alle weiteren Anfragen solle das Verteidigungsministerium beantworten.
Trump ignoriert Sicherheits-Skandal : „Ich weiß nichts darüber!"
„The Atlantic“ sah sich unter Druck gesetzt, ob Trumps Leute in dem Chat wirklich Kampf- bzw. Bombardierungspläne geteilt hatten.
Noch am späten Dienstag antwortete die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, dem Magazin per E-Mail: „Wie wir wiederholt erklärt haben, wurden in dem Gruppenchat keine vertraulichen Informationen übermittelt.“
Nun hat „The Atlantic“ die entsprechende Passage veröffentlicht – und belegt damit die Vorwürfe.
Das steht in den brisanten Nachrichten
31 Minuten vor dem Start der ersten US-Kampfjets und rund zwei Stunden vor dem Schlag gegen die Huthi-Terroristen teilte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Angriffsabläufe:
▶︎ „12:15 ET: F-18 starten (erstes Angriffspaket)“
Heißt: Amerikanische F-18-Kampfjets starten in Richtung Jemen.
▶︎ „13:45: ‚Trigger-basiertes‘ F-18-Angriffsfenster beginnt (Ziel-Terrorist befindet sich an seinem bekannten Aufenthaltsort, sollte also PÜNKTLICH sein – außerdem starten MQ-9-Kampfdrohnen)“
Heißt: Sobald der Terrorist identifiziert wurde, beginnt das „Angriffsfenster“. Also der Zeitraum, in dem die Amerikaner zuschlagen.
▶︎ „14:10: Weitere F-18 starten (zweites Angriffspaket)“
Heißt: Hier beginnt die zweite Angriffswelle, weitere Kampfjets machen sich auf den Weg Richtung Jemen.
▶︎ „14:15: Drohnen erreichen das Ziel (ZU DIESEM ZEITPUNKT FALLEN DEFINITIV DIE ERSTEN BOMBEN, vorbehaltlich früherer ‚Trigger-basierter‘ Ziele)“
Heißt: Die Kampfdrohnen des Typs MQ-9 greifen im Jemen an.
▶︎ „15:36: Zweiter F-18-Angriff beginnt – außerdem werden erste Tomahawk-Raketen vom Meer aus abgefeuert.“
Heißt: Die zweite Welle der Kampfjets beginnt das Feuer, zudem beginnt die US-Marine, auch Raketen auf die Terroristen abzufeuern.
▶︎ „Wir sind aktuell OPSEC-konform“
Heißt: Die „Operations Security“, also die Sicherheit des Einsatzes, wird gewahrt – glaubt zumindest Hegseth. Tatsächlich liest ein Journalist die geheimen Pläne mit.
Kurz darauf meldete sich der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz, lobte die „großartige Arbeit“ des US-Militärs.
Über den Angriff auf die Huthis schrieb er: „Das erste Ziel – ihr oberster Raketenspezialist – wurde eindeutig identifiziert, wie er in das Gebäude seiner Freundin ging, und das ist jetzt eingestürzt.“
Diese Nachricht sendete Verteidigungsminister Pete Hegseth 31 Minuten VOR Beginn des US-Angriffs
„Atlantic“-Chef Goldberg erhielt zwei Stunden vor dem geplanten Beginn der Bombardierung von Huthi-Stellungen Informationen über die Angriffe.
„Wären diese Informationen – insbesondere die genauen Startzeiten der amerikanischen Flugzeuge in Richtung Jemen – in diesen entscheidenden zwei Stunden in die falschen Hände geraten, hätten amerikanische Piloten und anderes amerikanisches Personal einer noch größeren Gefahr ausgesetzt sein können, als sie normalerweise zu erwarten hätten“, schreibt „The Atlantic“.
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