USA starten „Umsiedlung“: Trump gibt 59 weißen Südafrikanern Asyl | Politik

13.05.2025 - Salı 07:55

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Diese „Umsiedlung“ sorgt für Wirbel: US-Präsident Donald Trump (78) gewährt weißen Südafrikanern Asyl! Sein Vorwurf: Das Land am Kap verübe an ihnen einen Völkermord!

Am Montagabend landeten 59 sogenannte Buren – darunter Familien mit Kindern – mit einem Charter-Flugzeug in Washington, wurden sogar von US-Vize-Außenminister Christopher Landau (61) und Troy Edgar (59), Vize-Minister für Innere Sicherheit, empfangen. Die Südafrikaner sollen nun auf mehrere Bundesstaaten verteilt werden.

▶︎ Trump: „Wir haben im Grunde die Staatsbürgerschaft auf diese Menschen ausgeweitet, die vor dieser Gewalt fliehen und hierherkommen.“

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (72) wies die Vorwürfe Trumps zurück. „Ein Flüchtling ist jemand, der sein Land aus Angst vor politischer, religiöser oder wirtschaftlicher Verfolgung verlassen muss.“ Nichts davon treffe auf die weißen Südafrikaner zu.

Die Mordrate am Kap ist enorm. Besonders betroffen: abgelegene Farmen. Dort arbeiten traditionell viele Buren (wörtlich „Bauern“), sie besitzen auch heute noch viel Land. Allerdings ist die Gewaltkriminalität generell sehr hoch – und die Taten sind in der Regel nicht rassistisch motiviert.

Fühlt sich schon wie zuhause: ein kleines Mädchen, das unter den 59 eingereisten Buren ist

Fühlt sich schon wie zu Hause: ein kleines Mädchen, das unter den 59 eingereisten Buren ist

Foto: AP

Südafrika will Farmer enteignen

Hintergrund des Streits mit den USA: Südafrikas Präsident Ramaphosa will mit einem hochumstrittenen Gesetz die Umverteilung beschleunigen. Es sieht Enteignungen auch ohne Entschädigung vor. Als die Pläne bekannt wurden, fror Trump die Hilfsprogramme für Südafrika ein – und stellte die Aufnahme weißer Südafrikaner in Aussicht.

Die Chartermachine mit den 49 weißen Südafrikanern landete am Montag in Washington

Die Chartermaschine mit den 59 weißen Südafrikanern landete am Montag in Washington

Foto: CHIP SOMODEVILLA/Getty Images via AFP

▶︎ Daraufhin zogen Buren vor die US-Botschaft in Pretoria, hielten Schilder hoch („Make South Africa great again“) – und bewarben sich um die Aufnahme in die USA. Südafrikas Außenministerium nannte die Vorwürfe „völlig falsch“, „politisch motiviert und konstruiert“. Trump machte die Hautfarbe der Landwirte zwar ausdrücklich zum Thema, erklärte aber zugleich: „Ob sie weiß oder schwarz sind, ist mir egal.“

Februar: „Trump, hilf!!“ - Weiße Südafrikaner protestieren vor der US-Botschaft in Pretoria für ihre Aufnahme als „Flüchtlinge“ in den USA

Februar: „Trump, hilf!!“ Weiße Südafrikaner protestieren vor der US-Botschaft in Pretoria für ihre Aufnahme als „Flüchtlinge“ in den USA

Foto: Siphiwe Sibeko/REUTERS

Beziehungen „schlecht wie nie“

„Die Beziehungen der Länder sind schlecht wie nie. Trumps Aktion könnte Spannungen auch in Südafrika schüren“, sagt Terence Corrigan vom renommierten „Institute of Race Relations“ (Johannesburg) zu BILD. Zwar fahre Südafrikas Regierung eine oft antiamerikanische Politik, aber die Anerkennung seiner Staatsbürger als Flüchtlinge sei „schwer zu rechtfertigen“.

US-Präsident Donald Trump (78) will sogar noch mehr weiße Südafrikaner in die USA holen

US-Präsident Donald Trump (78) will sogar noch mehr weiße Südafrikaner in die USA holen

Foto: AP

Sein Kollege John Endres ergänzt, in Südafrika gebe es gleichwohl „zahlreiche Gesetze, die auf Hautfarben-Basis diskriminieren. Das verdient es, angeprangert zu werden.“ Sie schadeten dem Land insgesamt. Insofern liege in Trumps Kritik auch „ein Körnchen Wahrheit“. Gregor Jaecke, Büroleiter Konrad-Adenauer-Stiftung in Kapstadt, nennt Trumps Annahme „falsch“, fürchtet, die schlechten Beziehungen der Länder könnten sich nun sogar „noch verschlechtern“.

Kritiker wittern hinter Trumps Aktion auch den Einfluss von Tech-Milliardär Elon Musk (53). Der Trump-Berater ist gebürtiger Südafrikaner und prangert seit Jahren Missstände in seinem Heimatland an.

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