Vorschlag für Israel-Deal: Hamas will zehn lebende Geiseln freilassen | Politik

31.05.2025 - Cumartesi 17:03

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Im Ringen um einen Geisel-Deal hat die Hamas einen neuen Vorschlag unterbreitet: Demnach ist die Terror-Organisation bereit, 10 lebende und 18 tote Geiseln freizugeben. Im Gegenzug fordern die Islamisten, dass Israel „eine vereinbarte Anzahl“ palästinensischer Gefängnis-Insassen freilässt.

Außerdem verlangen die Terroristen einen „umfassenden Rückzug“ der israelischen Armee aus dem Gazastreifen.

Mit dem Vorschlag antwortet die Hamas auf einen Plan des US-Sondergesandten Steve Witkoff (68), der im Auftrag von US-Präsident Donald Trump (78) im Nahen Osten verhandelt.

ABER: Die Terror-Organisation spielt mit ihrem Gegenangebot auf Zeit. Die USA hatten eine 60-tägige Waffenruhe vorgesehen. Die Geiseln sollten dabei am ersten und siebten Tag aus der Gewalt der Hamas freigelassen werden. Die Islamisten wollen ihre Überstellungen aber auf die gesamte Dauer der Waffenruhe ausdehnen.

Der milliardenschwere Immobilieninvestor Steve Witkoff (68, l.) verhandelt für US-Präsident Donald Trump (78) über eine Waffenruhe im Nahen Osten

Der milliardenschwere Immobilieninvestor Steve Witkoff (68, l.) verhandelt für US-Präsident Donald Trump (78) über eine Waffenruhe im Nahen Osten

Foto: Chris Kleponis / Pool via CNP / SplashNews.com

Die „Times of Israel“ berichtet unter Berufung auf eine an den Verhandlungen beteiligte Person: Mit dem Manöver will die Hamas Israel-Premier Benjamin Netanjahu (75) daran hindern, Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand schnell wieder abzubrechen und anschließend die Angriffe in Gaza fortzusetzen.

Israel stimmte US-Plan bereits zu

Trump hatte sich am Freitag zuversichtlich gezeigt, dass es bald zu einer Waffenruhe kommen könnte. Die Kriegsparteien seien „sehr nahe“ an einer Einigung, sagte der US-Präsident im Weißen Haus vor Journalisten. Es gebe eine Chance.

Israel-Premier Benjamin Netanjahu (75)

Israel-Premier Benjamin Netanjahu (75)

Foto: Ronen Zvulun/REUTERS

Problem: Die Hamas hat jetzt neue Bedingungen aufgestellt. Ein israelischer Vertreter sagte der „Times of Israel“, dass Jerusalem die Antwort der Islamisten als Ablehnung auffasse.

Israel hatte den US-Vorschlag zuvor bereits angenommen. Der amerikanische Plan sieht eine 60-tägige Waffenruhe vor. Im Austausch gegen die entführten Israelis sollten demnach 125 Palästinenser freikommen, die in Israel lebenslange Haftstrafen verbüßen, sowie 1111 Gaza-Einwohner, die seit dem Terror-Überfall vom 7. Oktober 2023 festgenommen wurden.

Die Hamas hält insgesamt noch 58 Geiseln in ihrer Gewalt, davon sind laut der israelischen Armee mindestens 35 tot.

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