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Wagenknecht sind Menschen „vollkommen“ egal, so CDU-General Linnemann | Politik
23.10.2024 - Çarşamba 11:55
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CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (47) versucht seit Wochen, klare Grenzen seiner Partei bei Koalitionsverhandlungen mit dem BSW in Sachsen und Thüringen zu ziehen.
Dabei wird Linnemann immer deutlicher: „Die CDU wird ihre Seele nicht verkaufen, nur um an die Macht zu kommen“, sagte er BILD. Für ihn gilt: „Unser Fundament steht, und das ist unverrückbar.“
Als Grundsätze seiner Partei nennt er immer wieder die Westbindung, das Bekenntnis zur Bundeswehr, Deutschlands Mitgliedschaft in der Nato und der Europäischen Union sowie Einstellungen zum Thema Eigentum.
Wagenknecht gehe es nur „um sich selbst“
Mehr als deutlich wurde er mit seiner Verbalattacke gegen BSW-Frontfrau Sahra Wagenknecht (55): Die Unterstützung für die Ukraine sei für die CDU „nicht verhandelbar“. Wagenknechts Aussagen zeigten, dass ihr die Menschen in Thüringen und Sachsen „vollkommen“ egal seien. Wagenknecht gehe es nur noch „um sich selbst“.
Der Spaß scheint Merz mittlerweile vergangen zu sein: Die Verhandlung mit dem BSW seiner CDU-Frontmänner in Sachsen (Kretschmer, 2.v.l) und Thüringen (Voigt, l.) könnten nach hinten losgehen
Deutliche Worte – und nicht gerade hilfreich für die CDU-Verhandler Mario Voigt (Thüringen) und Michael Kretschmer (Sachsen), die sich vorstellen können, in Zukunft mit dem BSW zu koalieren.
„SED wäre stolz“
Fakt ist: Die CDU steht derzeit in Thüringen und Sachsen auch mit dem BSW von Gründerin und Parteichefin Wagenknecht in Gesprächen über eine gemeinsame Regierung.
Wagenknecht aber hatte im Vorfeld der Landtagswahlen auch ein Bekenntnis im Koalitionsvertrag gegen die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung gemacht. „Die CDU lässt sich von einer Frau Wagenknecht nicht am Nasenring durch die Manege führen“, poltert Linnemann.
Sahra Wagenknecht, Parteivorsitzende des BSW, spricht Anfang Oktober während einer Demonstration des Bündnisses „Nie wieder Krieg“
Auch für den Chef der CDU-Arbeitnehmer, Dennis Radtke, ist Wagenknecht ein rotes Tuch. Er hält ihre ganze Partei für undemokratisch, sagte BILD: „Jeder, der überlegt, mit dem BSW zusammenzuarbeiten, sollte allein schon beim Blick in die Satzung erschrecken. In dieser Partei wird alles zentral entschieden. Der Bundesvorstand kann Funktionäre und Strukturen, die nicht den vorgegebenen Kurs verfolgen, ohne Weiteres aus dem Verkehr ziehen. Die SED wäre stolz auf ihr ehemaliges Mitglied.“
Und Schleswig-Holsteins CDU-General Lukas Kilian sagte BILD: „Die CDU ist und bleibt eine Partei der Westbindung mit einem starken Bekenntnis zur Europäischen Union, zur Nato und zur Unterstützung der Ukraine. Das ist für uns als Union klare Leitlinie auf jeder politischen Ebene und nicht verhandelbar.“
Klingt nicht mehr so, als soll es noch was werden mit Wagenknecht und der Union...
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