Wagenknecht will nicht mehr Partei-Chefin des BSW sein! | Politik

10.11.2025 - Pazartesi 13:54

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Berlin – Sahra Wagenknecht will nicht mehr Chefin der einst von ihr gegründeten und nach ihr benannten Partei sein! Sie möchte nicht mehr als Parteivorsitzende des BSW antreten.

Das erklärte sie BILD und später bei einer Pressekonferenz in Berlin. Die PK läuft noch (hier im Livestream).

„Um mich weiter für das BSW gerade in den Feldern einzusetzen, wo meine Stärken liegen, haben wir uns darauf verständigt, die Arbeit in Zukunft besser aufzuteilen und sie auf ein größeres Team zu verteilen“, sagte sie. Als Parteichefin sei sie zu sehr von „Parteimanagement und Organisation“ beansprucht gewesen, da habe sie nicht genug Zeit gehabt, die Partei inhaltlich und strategisch zu positionieren.

Wer wird ihr Nachfolger?

Wunschkandidat für ihre Nachfolge an der Seite von Co-Chefin Amira Mohamed Ali: EU-Parlamentarier Fabio De Masi. Er muss noch gewählt werden.

Fabio De Masi (l., 45) soll Wagenknechts Nachfolger als Co-Parteichef an der Seite von Amira Mohamed Ali (r., 45) werden

Fabio De Masi (l., 45) soll Wagenknechts Nachfolger als Co-Parteichef an der Seite von Amira Mohamed Ali (r., 45) werden

Foto: Michael Kappeler/dpa

Wagenknecht: „Will machen, was ich am besten kann“

Wagenknecht sagte über ihre Zukunft vorab zu BILD: „Ich will das machen, was ich am besten kann. Ich konzentriere mich auf politische Inhalte und die Strategie. Als Partner habe ich dabei viele gute und auch neue Köpfe in der Führungsspitze der Partei.“

Ihr neues Amt: Vorsitzende der Grundwerte-Kommission der Partei, die das Profil der Partei wieder schärfen soll.

Partei kriegt neue Gesichter

„Das BSW war nie eine Ein-Frau-Partei, auch wenn das oft so geschrieben wurde“, sagte Wagenknecht außerdem. Jetzt werde sie aber mit mehr Gesichtern neu aufgestellt, das Präsidium erweitert.

Die Neuen: Frederike Bender (bisher schon Landesvorsitzende Brandenburg), Ahmad Rabie (Landeschef NRW), Shervin Haghsheno (Partei-Vize), Christian Leye (bisher Generalsekretär), Jessica Tatti (Co-Chefin BSW in BaWü), Publizist Michael Lüders und Oliver Skopec (Landtagsabgeordneter Brandenburg).

BSW kriegt neuen Namen

Zuletzt war die Partei allein auf Wagenknecht ausgerichtet. Davon wollen sich jetzt sowohl die Parteichefin als auch die Parteimitglieder offenbar lösen.

Die Bedeutung des Namens „BSW“ wird geändert und die Partei wird künftig nicht mehr „Bündnis Sahra Wagenknecht“ heißen. Der offizielle Vorschlag der Parteiführung für den neuen Namen – „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“ – wurde jedoch noch nicht angenommen und stößt bei vielen Parteimitgliedern auf Bedenken. Eine mögliche Alternative ist „Bürger schaffen Wandel – Vernunft und Gerechtigkeit“.

Außerdem klagt Wagenknecht weiter vor dem Bundesverfassungsgericht auf eine Neuauszählung der Bundestagswahl. Ihr Ziel: Das BSW zieht doch noch in den Bundestag ein – und sie wird Fraktionschefin …

Fabio de Masi ist davon überzeugt, dass es auch so kommen wird. Er sagte: „Ich habe den Besuch hier mit etwas Praktischem verbunden: Ich habe mir einen Hausausweis für den Bundestag besorgt und bin mir sicher, dass ich den auch brauchen werde. Der BSW wird in den Bundestag einziehen mit Sahra Wagenknecht als Fraktionsvorsitzenden.“

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