Während des Mega-Gipfels bei Trump: Ukraine attackiert Russen-Pipeline | Politik

19.08.2025 - Salı 09:10

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Während die Welt nach dem Ukraine-Gipfel in Washington auf Frieden hofft, hat der russische Kreml-Despot Wladimir Putin nur wenige Stunden nach dem Zusammentreffen der Staats- und Regierungschefs erneut die Ukraine bombardieren lassen.

Die ukrainische Armee konnte dagegen einen militärischen Erfolg erzielen: Nach eigenen Angaben hat sie die nach Ungarn und in die Slowakei führende russische Erdöl-Pipeline „Druschba“ (dt.: Freundschaft) angegriffen. Die Attacke sei bereits in der Nacht zum Montag auf die Ölpumpstation Nikolskoje im zentralrussischen Gebiet Tambow erfolgt, teilte der ukrainische Generalstab bei Telegram mit. Das Durchpumpen von Erdöl sei komplett eingestellt worden.

Attacke mit Drohnen – zum Unmut von Ungarn

Später informierte der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, darüber, dass für die Attacke Drohnen eingesetzt worden seien. Die Pumpstation ist gut 320 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Zuvor hatte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó Kiew „Angriffe auf die Energiesicherheit“ vorgeworfen. Sein ukrainischer Kollege Andrij Sybiha entgegnete ihm, dass Ungarn trotz Warnungen seine „Abhängigkeit von Russland“ beibehalten habe.

Ungarn pflegt trotz des russischen Einmarschs in der Ukraine 2022 weiter wirtschaftliche Beziehungen zu Russland – anders als die meisten anderen Länder in der EU. Ungarn bezieht zudem den größten Teil seines Öls über die Druschba-Pipeline.

Die „Druschba“-Pipeline transportiert Öl von Russland nach Europa

Die „Druschba“-Pipeline transportiert Öl von Russland nach Europa

Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Putins Angriffe gehen weiter

Das ukrainische Militär meldete in der Nacht zu Dienstag – unmittelbar nach dem Ringen um Frieden in Washington – einen der größten russischen Luftangriffe in diesem Monat. Wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte, griff Russland dabei mit 270 Drohnen und zehn Raketen an. An 16 Orten im Land seien Einschläge von vier Raketen und 40 Drohnen registriert worden.

Betroffen waren unter anderem die Regionen Tschernihiw im Norden und Poltawa im Zentrum des Landes. Dort kam es den Behörden zufolge zu Stromausfällen. Bisher gibt es keine Berichte von Opfern. Auch verifizierte Bilder von den Attacken aus den Regionen gab es bisher nicht.

Bei den Angriffen am Montag auf die Ukraine (u.a. in Charkiw) wurden auch zwei Kinder getötet

Bei den Angriffen am Montag auf die Ukraine (u.a. in Charkiw) wurden auch zwei Kinder getötet

Foto: AP

Schon am Montag Tote und Zerstörung in der Ukraine

Seit Monaten ist die Ukraine besonders schweren Angriffen von russischer Seite ausgesetzt. Erst am Montag – am Tag des Ukraine-Gipfels in Washington – attackierte das russische Militär die Städte Saporischschja, Donezk und Charkiw.

Es gab Tote (darunter zwei Kinder) und Verletzte. Wolodymyr Selenskyj sprach von einer gezielten russischen Machtdemonstration, von „demonstrativen Tötungen“, um die Ukraine, Europa und diplomatische Bemühungen unter Druck zu setzen. Während die Welt am Dienstag nach dem für die Ukraine und Europa gut verlaufenden Treffen mit US-Präsident Donald Trump auf Frieden hoffte, hat der Kreml einmal mehr gezeigt, dass das Morden in der Ukraine unvermindert weitergehen wird – allen diplomatischen Gesprächen zum Trotz.

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