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Wegen hoher Gema-Gebühren: Bleiben die Weihnachtsmärkte dieses Jahr still? | Politik
26.11.2024 - Salı 21:18
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Stille Nacht, heilige Nacht, die Weihnachtsmärkte haben wegen GEMA die Musik ausgemacht...
Die ersten Christkindlmärkte öffnen in der Woche nach dem Totensonntag. Doch statt Weihnachtsmusik droht Totenstille auf den Märkten. Wegen stark gestiegener GEMA-Gebühren. Viele Veranstalter streiten sich aktuell mit den Musikrechte-Eintreibern.
Karlsruhe verzichtet ganz auf Musik. Die Stadt teilt mit, dass sie 2022 und 2023 4200 Euro an GEMA-Gebühren zu zahlen hatten. Dieses Jahr verlangt die GEMA 40.000 Euro. Für 45 Minuten Musik pro Tag. Deshalb hat die Stadt das komplette Bühnenprogramm gestrichen.
Keine Bühnenprogramme von Chören, Musikvereinen und Kindergarten-Gesangsgruppen
Ähnlich auf anderen Märkten. Mainz hatte bisher 4600 Euro berappen müssen, jetzt hätten Gebühren bis 60 000 Euro gedroht. In Dresden spricht man von einer GEMA-Summe von 55.000 Euro – statt bisher 10.000 Euro. Erfurt soll sogar 80.000 Euro abdrücken, 50.000 Euro mehr als im Vorjahr.
Mariah Careys (55) Weihnachtsklassiker „All I Want For Christmas Is You“ wird dieses Jahr auf den Weihnachtsmärkten kaum gespielt
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Auch Städte wie Trier, Ulm, Coburg, Leipzig, Magdeburg, Baden-Baden, Pforzheim wollen und können sich die hohen GEMA-Gebühren nicht leisten.
Folge: Bühnenprogramme von Chören, Musikvereinen und Kindergarten-Gesangsgruppen werden ganz oder teilweise gestrichen. Einige Märkte wollen immerhin gemafreie Hintergrund-Musik laufen lassen. Darunter sind dann aber nicht die berühmten Feier-Klassiker wie „Last Christmas“, „Let it Snow“, „Driving Home for Christmas“ oder „Do they know it's Christmas?“.
[-->Die Stadt Frankfurt dagegen will die 40.000 Euro zahlen. Aber „widerwillig“, sagt der Veranstaltungsleiter. Chöre, die auftreten, sollen sich jedoch besser auf gemafreie Musik beschränken.
Die Politik tobt. Yannick Schwander (36, CDU), Bundestagskandidat zu BILD: „Wenn an der GEMA ein Weihnachtsmarkt scheitert, ist das leider auch ein Scheitern eines zu bürokratischen Staats.“ Tim Hordorff (31, FDP), Vorsitzender der Jungen Liberalen Hessen zu BILD: „Markenrechte sind wichtig und richtig. Aber es darf auch nicht übergriffen werden. Wer Weihnachtsmärkte gefährdet, gefährdet den Zusammenhalt des Landes.“
Die GEMA versteht die ganze Aufregung dagegen nicht. Laut MDR sagte eine Sprecherin: „Wenn ich als Besucherin 50 Cent oder sogar noch weniger für die Musik zahle, aber für den Glühwein fünf Euro zahle und für die Wurst fünf Euro zahle, dann finde ich schon, dass das nicht ein ganz stimmiges Verhältnis ist.“
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