Wegen Schmiergeld vom Kreml: Putin-Kumpel jetzt ein Fall für den Staatsanwalt | Politik

03.04.2024 - Çarşamba 20:20

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Jetzt wird es eng für Putin-Kumpel Petr Bystron (51, AfD)!

Die Affäre um seine Verstrickung in ein korruptes Propaganda-Netzwerk des Kremls ist jetzt ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

Dr. Klaus Ruhland (54), Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München, zu BILD: „Wir haben ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet und prüfen derzeit die Erkenntnisse.“

Nach BILD-Informationen kam Belastungsmaterial vom tschechischen Nachrichtendienst BIS. Das wurde dann vom Verfassungsschutz an die Ermittler übergeben.

Zuvor hatte die AfD-Spitze den Bundestagsabgeordneten Bystron (Listenplatz 2 bei der Europawahl) und Europawahl-Spitzenkandidat Maximilian Krah (47) aufgefordert, schriftlich Rapport zu leisten.

Die Frage an beide: Haben Sie illegal Geld vom Kreml angenommen?

Nach jüngsten Enthüllungen, wonach vor allem Bystron in der Affäre um ein in Prag ausgehobenen Russen-Netzwerk durch Tonaufnahmen schwer belastet sein soll, stehe der besonders in der Pflicht, hieß es aus der AfD-Führung gegenüber BILD.

Per Brief hat ihn AfD-Bundesgeschäftsführer Hans-Holger Malcomeß (50) aufgefordert, bis Donnerstag 14 Uhr eine schriftliche Erklärung abzugeben. Das Schreiben liegt BILD im Wortlaut vor.

Die Stimmung in der AfD-Spitze, so ein Mitglied: „Nicht berauschend.“ Nach BILD-Informationen hat das AfD-Führungsduo Tino Chrupalla (48) und Alice Weidel (45) die Faxen dicke.

Grund: Bystron, der für BILD nicht zu erreichen war, habe sich bei beiden nicht gemeldet, sich bisher auch intern nicht klar geäußert. Andere berichten, der Deutsch-Tscheche reagiere „bockig“, „sauer“, „beleidigt“, sehe nicht ein, warum er eine Stellungnahme abgeben soll.

Kreml-Troika? Die AfD-Spitzenkandidaten Maximilian Krah (l.) und Petr Bystron (r.) im Jahr 2021 mit dem Putin-Freund und Netzwerker Wiktor Medwedtschuk. Der soll Kreml-Kohle an die AfDler weitergereicht haben

Kreml-Troika? Die AfD-Spitzenkandidaten Maximilian Krah (l.) und Petr Bystron (r.) im Jahr 2021 mit dem Putin-Freund und Netzwerker Wiktor Medwedtschuk. Der soll Kreml-Kohle an die AfDler weitergereicht haben

Foto: privat

Zudem habe Bystron intern auffällig vermieden, den Geld-Empfang klar zu dementieren. Mehrere AfD-Politiker berichten, Bystron sei der konkreten Frage aus dem Weg gegangen.

Das Problem: Die Partei bekommt die beiden Russen-Freunde auf Platz eins und zwei nicht mehr von den Wahllisten. Die liegen schon beim Bundeswahlleiter.

Einer aus dem Führungskreis der Partei: „Jetzt sind unsere Nummern eins und zwei im Wahlkampf schon markiert. Zwei Korruptionsfälle sind für uns als Rechtsstaatspartei nicht gerade ein Wahlkampf-Schub.“

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