Wehrdienst-Reförmchen: Das wird weder Putin noch Trump beeindrucken | Politik

28.08.2025 - Perşembe 18:49

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Vollangriff auf das neue Wehrdienstgesetz von den Soldaten!

Das Kabinett berät die Reformen (Gesetzentwurf von Verteidigungsminister Boris Pistorius, SPD) am Mittwoch ab 10 Uhr. BILD weiß bereits, was da entschieden wird: Union und SPD haben sich darauf geeinigt, dass der Wehrdienst vorläufig freiwillig bleiben soll.

Oberst André Wüstner, Bundesvorsitzender des Bundeswehrverbands (vertritt die Interessen der Mitglieder der Bundeswehr), kritisiert die Entscheidungen der Politik scharf und hält sie sogar für fahrlässig.

Wüstner zu BILD: „Nach meiner Bewertung ist vor dem Hintergrund der Bedrohungslage das reine Setzen auf Freiwilligkeit eine fahrlässige Wette auf die Zukunft. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Bundeswehr schnellstmöglich von 170.000 auf mindestens 260.000 Zeit- und Berufssoldaten wachsen soll.“ Wüstner appelliert, dass über den Gesetzentwurf im Parlament und in der Gesellschaft breit diskutiert werden müsse.

▶︎ Wüstners Frontalangriff auf die neuen Wehrdienstpläne:

„Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass die Bundeswehr rein auf freiwilliger Basis die personelle Zielgröße erreicht, die aus den zugesagten NATO-Planungszielen abgeleitet ist. Wladimir Putin wird sich jedenfalls sicher nicht von angeblichen Grenzen der Machbarkeit beeindrucken lassen, Donald Trump mit Blick auf mögliche Sicherheitsgarantien wahrscheinlich auch nicht.“

Teaser-Bild

Foto: picture alliance / SZ Photo

▶︎ Wüstners Attacke gegen Kanzler Friedrich Merz (CDU):

„Wer – wie der Bundeskanzler formuliert hat – die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee Europas machen will, braucht Mut. Mut, um Weichen zu stellen, die Unmögliches möglich machen. Eine schrittweise eingeführte neue Art der Wehrpflicht böte zusätzlich die Chance, die Bundeswehr wieder breiter in der Gesellschaft zu verankern.“

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