Weil er gegen Trump ist: US-Agent wollte geheime Infos an BND weitergeben | Politik

06.06.2025 - Cuma 19:04

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Ein US-Geheimdienstmitarbeiter soll aus Frust über die Trump-Regierung dem BND brisante Informationen angeboten haben. Das enthüllten WDR, NDR und die „Süddeutsche Zeitung“. Der BND informierte daraufhin sofort die US-Behörden.

Der zivile Mitarbeiter Nathan Vilas L. des militärischen Geheimdienstes DIA wurde kürzlich in Virginia wegen Spionageverdachts festgenommen. Das FBI machte keine Angaben, an welches Land der Verdächtige die Informationen weitergeben wollte. Doch anscheinend handelte es sich um Deutschland. Laut Medienberichten nahm der Verdächtige bereits Anfang März anonym Kontakt zum BND auf.

Der 28-Jährige arbeitete den Angaben zufolge seit 2019 für den militärischen Geheimdienst.

„Keine öffentliche Stellungnahme“

Eine BND-Sprecherin erklärte gegenüber der deutschen Presseagentur: „Der Bundesnachrichtendienst nimmt zu Angelegenheiten, die etwaige nachrichtendienstliche Erkenntnisse oder Tätigkeiten betreffen, grundsätzlich nicht öffentlich Stellung.“

Ob der Vorfall zutrifft, bleibt wohl vorerst offen.

FBI: Kontakte zur „befreundeten Regierung“

Am 30. Mai teilte das FBI mit, dass Nathan Vilas L. Zugang zu „Top Secret“-Informationen hatte und diese einer „befreundeten ausländischen Regierung“ anbot. Der Grund: Er sei mit den „Werten“ der Trump-Regierung unzufrieden.

Nach dem Austausch einiger Nachrichten mit einem FBI-Agenten, den der Verdächtige für einen Vertreter der ausländischen Regierung hielt, begann der Mann, geheime Informationen abzuschreiben und nahm das Material aus dem Büro mit, wie das FBI berichtete.

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Quelle: BILD, WELT, AP, REUTERS

Am 1. Mai habe er die Informationen wie vereinbart in einem öffentlichen Park im Norden des Bundesstaats Virginia abgelegt. Das FBI sammelte dort später einen USB-Stick ein, der geheime Informationen enthielt, die zum Teil auch als „Top Secret“ eingestuft waren.

Nach der erfolgreichen Übergabe schrieb L. seinem Gegenüber laut FBI, dass er für seine Dienste gerne die Staatsbürgerschaft des Landes bekommen würde, dem er half. Er gab demnach an, dass er zwar keine Bezahlung brauche, sich ihr aber auch nicht verweigern würde. Vom 15. bis 27. Mai habe der Verdächtige weitere geheime Informationen transkribiert.

Bei der nächsten vereinbarten Übergabe wurde der Mann am Donnerstag im nördlichen Virginia vom FBI festgenommen. L. droht bei Spionageverurteilung eine lange Haftstrafe.

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