Wurfgeschosse auf Polizei ++ Etliche Festnahmen: Massen-Demo gegen Migranten in London | Politik

13.09.2025 - Cumartesi 19:03

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London – In der britischen Hauptstadt waren am Samstag bei einer Demo nach Angaben der Polizei circa 110.000 Menschen auf den Straßen. Zu der Kundgebung aufgerufen hatte der britische Rechtsextreme Tommy Robinson. Die Teilnehmer schwenkten den Union Jack und England-Fahnen, protestierten gegen Migranten und forderten den Rücktritt der Labour-Regierung.

Die Polizei sprach von rund 110.000 Teilnehmern. Robinson selbst verkaufte die Demo als Kundgebung für „Meinungsfreiheit“. Überall im Zentrum flatterten englische Flaggen und der Union Jack.

Laut „Daily Mail“ wurden neun Personen festgenommen, als Anhänger von Tommy Robinson Wurfgeschosse auf Polizisten warfen.

Die Polizei bei einer Festnahme

Die Polizei bei einer Festnahme

Foto: Jaimi Joy/REUTERS

„Ich bin kein Rassist, ich stelle nur die demografische Entwicklung fest“, erklärte der 28-jährige Ritchie, der mit Freunden aus Bristol angereist war. Die Ankunft irregulärer Migranten nannte er eine „Invasion“. Für ihn ist Robinson ein „Held“.

Schon in den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Demonstrationen vor Hotels gegeben, in denen Asylbewerber untergebracht sind. Robinson verbreitete die Proteste über Online-Medien. Jetzt rief er seinen Anhängern zu: „Die schweigende Mehrheit wird nicht länger schweigen.“ Am Samstag sprach er von einer beginnenden „kulturellen Revolution“.

Die Demonstranten schwenkten Fahnen

Die Demonstranten schwenkten Fahnen

Foto: Chris J Ratcliffe/REUTERS

Wer ist Tommy Robinson?

Die Organisatoren kündigten prominente Gäste an: Steve Bannon, Ex-Berater von Donald Trump, der französische Rechtspolitiker Eric Zemmour und der AfD-Abgeordnete Petr Bystron. Auch Tech-Milliardär Elon Musk zählt zu den Unterstützern Robinsons.

Rassisten spalten das Königreich, steht auf dem Plakat der Gegendemonstration

Rassi

Foto: Vuk Valcic/ZUMA Press Wire/dpa

Mehr als 1000 Polizisten waren im Einsatz, um die Kundgebung abzusichern. Parallel formierte sich eine Gegendemo mit rund 5000 Menschen gegen Rassismus – deutlich kleiner, aber lautstark. Unter den Demonstranten: Labour-Abgeordnete Diane Abbott, die Robinsons Aussagen als „Nonsens“ und „gefährlich“ bezeichnete.

Die Regierung von Premierminister Keir Starmer steht unter dem Druck der in Umfragen aufstrebenden Partei Reform UK des Rechtspopulisten Nigel Farage. Starmer will die Zahl der in Großbritannien ankommenden Asylbewerber verringern und die Unterbringung in Hotels bis zu den nächsten Wahlen beenden.

In den zwölf Monaten bis Juni dieses Jahres registrierten die britischen Behörden 111.084 Asylanträge und damit mehr als in jedem anderen Einjahreszeitraum seit Beginn der Aufzeichnungen 2001, wie das Innenministerium in London im August mitgeteilt hatte.

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