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16 Minuten Nachspielzeit: Darum dauert der VAR bei der Frauen-EM sooo lange | Sport
10.07.2025 - Perşembe 06:32
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Sieben Minuten Nachspielzeit für die erste, neun für die zweite Halbzeit: Das EM-Spiel der DFB-Frauen gegen Dänemark (2:1) war voller Unterbrechungen – und voller VAR-Ärger.
Auffällig: Entscheidungen, wie etwa Deutschlands aberkannte 1:0-Führung in der 18. Minute und der zurückgenommene Elfmeter fürs DFB-Team in der 37. Minute, dauerten am Dienstagabend ewig. „Das ist auf dem Platz natürlich keine schöne Situation“, sagt Kapitänin Janina Minge (26) nach dem Spiel.
Die Kurve zeigt die Ballberührung von Sjoeke Nüsken an, der erste deutsche Treffer ist damit ein Abseitstor
Mit der die Deutschen aber nicht allein sind: Schon in anderen Partien brauchte der Videoassistent lange für seine Entscheidungen. Denn in diesem Jahr ist viel neue Technik im Spiel. Die soll die Schiris natürlich eigentlich besser machen, ihre Auswertung frisst aber Zeit.
Zum ersten Mal bei einem Frauen-Turnier verfügt der Spielball über einen Berührungssensor. Das Modell debütierte im vergangenen Jahr bei der EM der Männer, sendet präzise Daten an den VAR und zeigt klar, wo und von wem der Ball zuletzt berührt wurde. So wurde das 1:0 der Deutschen zurückgepfiffen, weil Sjoeke Nüsken (24) im Abseits stand und den Ball von Schützin noch streifte, bevor er ins Tor flog.
Ebenso stellen die Sensoren beim zurückgenommenen Elfmeter zwar eine Handberührung der Dänin Frederikke Thøgersen (25) fest, aber eben eindeutig außerhalb des Strafraums.
Die Kurve zeigt: Thøgersen berührt den Ball außerhalb des Strafraums. Kein Elfmeter
Eine Abseitssituation dürfte bei der EM auch ohne Ballsensor übrigens nicht mehr verpasst werden: Ebenfalls zum ersten Mal gibt es beim Frauen-Turnier die halbautomatische Abseits-Technologie, die 29 Punkte am Körper einer Spielerin misst und die Position an den VAR übermittelt. In der Amtssprache Englisch bespricht der die Ergebnisse dann mit dem Schiri auf dem Rasen.
Gute und schnelle Kommunikation zwischen Schiris und VAR gehört zum Leitfaden der Uefa für die EM. Kennengelernt haben sich VAR- und Schiriteams in Workshops vor Turnierstart. Eingespielt dürfte die Kommunikation dadurch aber nicht gleich sein. Das portugiesische Team von Campos unterstützte am Dienstag zum Beispiel der Slowene Alen Borosak.
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