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Einkaufen am Sonntag? In Deutschland so gut wie unmöglich!
► Das Ladenschlussgesetz untersagt, dass Geschäfte sonntags öffnen können. Ein zentraler Grund: Auch Verkäufer sollen den Sonntag als freien Tag genießen.
Doch nun ändert sich die Situation: In immer mehr Regionen entstehen Supermärkte ganz ohne Verkäufer. Der Eintritt in die Läden funktioniert mit EC- oder Kunden-Karte. Im Geschäft registrieren Kameras, was die Kunden in ihre Einkaufswagen legen, rechnen dann automatisch ab.
Sind Fans der automatischen Dorf-Supermärkte: Rentner Rainer Tiedemann schwatzt beim Einkaufen mit Ulla Zoogbaum
Personal? So gut wie nicht mehr da! Und trotzdem gilt für diese automatisierten Geschäfte auch der Ladenschluss.
Amt verbietet Rund-Um-die-Uhr-Betrieb
► Beispiel Görzig (Sachsen-Anhalt): Das zuständige Amt in Halle/Saale verbietet den Rund-um-die-Uhr-Betrieb eines vollautomatischen Supermarkts. An Sonn- und Feiertagen sollen diese „Tante Enso“-Filiale und zwei weitere in Sachsen-Anhalt künftig schließen.
► Beispiel Bayern: Im Freistaat ist die Öffnung automatischer Supermärkte komplett untersagt.
Medizintechnikerin Edith Schadow hat sehr lange Arbeitstage und ist froh, dass sie jederzeit einkaufen kann
Der Handel ist auf der Zinne! Verbandschef Stephan Genth (60, HDE) fordert die Sonntagsöffnung in allen Bundesländern. „Aufgrund des geringeren Warenumsatzes ist die Öffnung der Minimärkte an allen Sonntagen im Jahr entscheidend“, so Genth zu BILD.
Handelsexperte Prof. Gerrit Heinemann (64, Hochschule Niederrhein) verlangt ebenfalls: „Der Gesetzgeber muss die Ladenschlussgesetze anpassen, um 24-Stunden-Service zu ermöglichen.“ Die automatisierten Mini-Märkten seien die Zukunft.
Wenn kein Personal da ist, kommen die Kunden mit dieser Karte in den Supermarkt
Die Kunden sind auch Kassierer. Zuerst scannen sie alles und zahlen anschließend mit Karte
Sachsen-Anhalts FDP-Fraktionschef Andreas Silbersack sieht in immer offenen Automaten-Supermärkten wie in Görzig sogar einen Standortvorteil für den oft abgehängten ländlichen Raum. Er fordert eine Anpassung des Ladenöffnungsgesetzes.
► In NRW haben viele automatisierte Läden sonntags geöffnet. Oft liegen die Geschäfte an Landstraßen, haben eine Sonderregelung.
In dem Bundesland wächst nun ebenfalls der Druck auf die schwarz-grüne Landesregierung, das Ladenschlussgesetz zu ändern. Begründung: normale Supermärkte dürfen nicht benachteiligt werden.
In Bayern wird ebenfalls über Änderungen debattiert, ebenso in Sachsen-Anhalt. Man setze sich „für eine Weiterentwicklung des Ladenöffnungszeiten-Gesetzes ein“, so ein Sprecher von Wirtschaftsminister Sven Schulze (44, CDU).
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Apsny News


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