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Albtraum für Kreml-Chef Wladimir Putin (71): Seit mehr als einer Woche wird der Ukraine-Krieg auch in Russland ausgetragen.
In einem spektakulären Überraschungs-Angriff konnte die ukrainische Armee nach eigenen Angaben rund 1000 Quadratkilometer der russischen Region Kursk unter ihre Kontrolle bringen.
Seitdem fragt sich die ganze Welt: Gelingt der Ukraine so die Kriegswende? Und: Könnte der Angriff sogar Kreml-Chef Wladimir Putin (71) zum Verhängnis werden?
Darüber spricht BILD-Vize Paul Ronzheimer mit dem Militär-Experten Carlo Masala (56, Bundeswehr-Uni München) in seiner neuen Podcast-Folge „Putins Schmach. Wie Selenskyj den Krieg verändert hat.“
Ob die Ukraine den Krieg durch die neue Offensive womöglich für sich entscheiden kann, könne noch nicht beurteilt werden, sagt Masala. Er ist allerdings sicher: „Wir erleben gerade eine kolossale Veränderung des Krieges. Das muss man ganz einfach so festhalten.“
► Nach der gescheiterten Gegenoffensive 2023 sei die Ukraine nun wieder in die Offensive gekommen. Plötzlich werde der Krieg nicht mehr nur auf ukrainischem, sondern auch auf russischem Territorium geführt. Die politische Bedeutung sei nicht zu unterschätzen!
Masala führt aus: „Die Ukrainer haben jetzt innerhalb von sechs Tagen mehr Territorium in Russland erobert, als Russland in der Ukraine in den letzten zwei bis drei Monaten.“ Für den Experten eine „beeindruckende Leistung“.
Gleichzeitig hat Russland nach Einschätzung Masalas Probleme, Truppen und Material (u. a. Panzer) nach Kursk zu verlegen, um die Ukrainer dort zu bekämpfen.
Unter Druck: Russen-Präsident Wladimir Putin (71)
Der Experte glaubt jedoch nicht daran, dass Putins Position als Kreml-Chef durch die Offensive unmittelbar gefährdet wird.
Denn: Putin schiebe die Verantwortung auf den Gouverneur von Kursk ab. Und russische Militärblogger würden sich auf den russischen Generalstabschef einschießen. Solange die Strategie der Verantwortungsverlagerung funktioniere, „wird Putin weiterhin fest im Sattel sitzen“, analysiert Masala.
Wie geht es jetzt weiter?
Masala: „Der Worst Case wäre, dass die ukrainischen Streitkräfte in Kursk eine vernichtende Niederlage mit massiven Verlusten erleiden.“ Dies könne dazu führen, dass die russische Armee im Donbass schneller vorankäme, weil den Ukrainern dann Verstärkung fehle.
Der Politikwissenschaftler warnt: „Das würde letzten Endes auf eine ukrainische Kapitulation hinauslaufen.“
Der Best Case wäre laut Masala, dass die Operation so lange läuft, „dass sich innerhalb des Machtzirkels Putins die Einsicht durchsetzt, dass die Fortführung des Krieges für die innerrussische Stabilität negative Konsequenzen haben könnte“.
Putin, der seine Macht auf den russischen Geheimdienst-Apparat stütze, könne womöglich die Unterstützung von seinem Umfeld entzogen werden. „Das ist die einzige Strategie, wie dieser Krieg ohne eine ukrainische Kapitulation beendet werden kann“, sagt Masala.
Ronzheimer und Masala sprechen im Podcast auch darüber, wie der Angriff überhaupt gelingen konnte und welche Taktik Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (46) mit der Offensive verfolgen könnte.
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Apsny News


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