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Schrei-Duell im Thüringen-TV!
Die Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 1. September lieferten sich eine heftige Krawall-Debatte im MDR, ließen sich gegenseitig nicht ausreden.
Eine Partei wollte nicht ausschließen, dass sie mit der AfD – und trotz Landeschef Björn Höcke (52) – zusammenarbeiten würde: das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)!
Ob sie auch Gesetzesvorschläge mit der AfD beschließen würde, wollte am Donnerstagabend MDR-Moderator Lars Sänger (44) von BSW-Spitzenkandidatin Katja Wolf (48) wissen.
Wolf, ehemals Oberbürgermeisterin von Eisenach, sagt wörtlich: „Ich halte die Stärke der AfD in Thüringen tatsächlich für ein Kernproblem in diesem Land. A für das Image und B für die politische Kultur.“
Ihr gehe es „um den richtigen Umgang“ mit der Partei. Sie glaube, „dass diese sehr durch Scheuklappen geprägte Art und Weise miteinander umzugehen tatsächlich nicht mehr zeitgemäß ist.“ Man müsse „nicht einen normalen, um Gottes willen, aber einen inhaltlichen Umgang“ finden.
Katja Wolf (48) ist BSW-Spitzenkandidatin in Thüringen
U.a. Björn Höcke (2. v.l.). BSW-Kandidatin Katja Wolf (6. v. l.) und Thüringen-MP Bodo Ramelow (ganz rechts) nahmen am TV-Duell teil
Moderator Sänger trocken: „Ich interpretiere das als Ja.“ Und Wolf? Ließ es ohne Protest durchgehen …
Weitere hitzige Momente:
▶︎ Die nächste Landesregierung müsse „den Ukraine-Krieg ablehnen“ – genau wie die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen. Sprich: Russland gewinnen lassen …
▶︎ Grünen-Kandidat Bernhard Stengele zieht ein BSW-Wahlplakat aus der Tasche mit Bezug auf den Ukraine-Krieg aus der Tasche. Darauf steht: „Wollen wir Mörderinnen oder Mörder sein?“ Wenn das der Umgang mit dem Thema sei, „haben wir keinen Berührungspunkt“, so der Grüne.
▶︎ Innenminister Georg Maier (SPD) schimpfte: „Redet nicht über Dinge, die ihr nicht entscheiden könnt, sondern redet über Thüringen, verdammt nochmal.“
▶︎ CDU-Mann Mario Voigt über seinen Hauptgegner Björn Höcke: Der habe sich „disqualifiziert, Thüringen zu führen. Sie haben keine einzige Frage beantwortet“. Der AfD-Mann will widersprechen, Voigt redet einfach gleichzeitig weiter: „Ich weiß, dass Sie das gerade schmerzt.“
Laut „ZDF-Politbarometer“ würden in Thüringen aktuell 30 Prozent die AfD wählen, nur 21 Prozent die CDU um Spitzenkandidat Mario Voigt (47). Das Bündnis Sahra Wagenknecht steht bei 19 Prozent. Die Linkspartei um MP Bodo Ramelow (68) hat ihre Stimmanteile seit der letzten Wahl halbiert, liegt aktuell bei 15 Prozent.
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