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Das Harris-Hurra – es ist beim Demokraten-Parteitag in der Wolkenkratzer-Metropole Chicago spürbar, überall.
► Am Rednerpult wollte Ex-Präsident Bill Clinton (77) eine Brücke zu Wechselwählern bauen, vor allem weiße Wähler in ärmlichen Regionen von Demokraten-Kandidatin Kamala Harris (59) überzeugen.
Seine Stimme war heiser und zittrig, doch die Angriffe gegen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump (78) brutal: „Wollen wir mit Kamala Harris die Wirtschaft stärken oder vier Jahre lang über Zuschauerzahlen reden?“, sprach er Trumps Faible für großen Zulauf an.
Trump habe, erinnert er, ohne selbst darüber zu lachen, während seiner Amtszeit über den Respekt vor Amerika als Beispiele Nordkorea und Russland genannt: „Mir sind jene Länder lieber, die uns jetzt respektieren“, sagte Clinton unter tosendem Beifall. Seine Stimme benutze Trump hauptsächlich, um über sich selbst zu reden. Er schloss mit einer Referenz auf seinen Geburtsort in Arkansas: „Als Mann aus Hope hoffe ich auf eine Präsidentin der Freude!“
Sichtlich gut gelaunt: Alt-Präsident Bill Clinton sprach am Mittwochabend (Ortszeit) zu den Demokraten
Die Delegierten wirken, wie elektrisiert. Die neue Jubelstimmung über die Kandidatin fürs Weiße Haus hält an. Eine Hollywood-würdige Show: Selbst sonst trockene Abstimmungen („Roll Calls“) wurden mit DJs und Rappern auf maximale Unterhaltung getrimmt. Soul-Legende Stevie Wonder (74, „Superstition“) schwor die Demokraten auf den Wahlkampf ein, performte wie es Pop-Star John Legend (45 „All of Me“) noch am gleichen Abend vorhat.
Sprach zuerst am Rednerpult, lieferte dann am Keyboard eine Bühnenshow: Soul-Legende Stevie Wonder
„Wir dürfen endlich wieder hoffen“, erklärt eine Delegierte den Ruck, der durch die Post-Biden-Partei geht, nachdem US-Präsident Joe Biden (81) die Kandidatur an Harris übergeben hatte, gegenüber BILD.
Jedenfalls: Harris frisch getrimmte „Freedom“-Kampagne mit Beyoncés gleichnamigen Song als Hymne wirkt schwunghaft. Und Dauergast im Visier der Angriffe bleibt Rivale Trump!
Am Tag 3 des Demokraten-Treffens der gleiche Tenor: Lobpreisungen für Harris, harte Bandagen gegen den Republikaner.
Alles läuft also prima für Harris. Oder? Es braut sich auch Kritik zusammen – über Schall und Rauch, ohne Substanz. Schon ihr Wirtschaftsplan wirkte dünn und populistisch (Preisobergrenzen, Steuergeschenke). Zu weiteren Top-Themen der Wahlschlacht (Migration, Verbrechen) muss sie sich erst äußern. Wie wichtig mehr Substanz für Harris wäre, erklärt der Umfragen-Guru Frank Luntz (62): „Beim Persönlichen sind ihr Werte höher, aber Trump liegt den wichtigsten Wahlkampfthemen vorn!“
Bis auf die obersten Ränge ist die Halle in der Parteitagsarena „United Center“ gefüllt
Auch die entfesselten Attacken auf Trump könnten zum Eigentor werden, fürchtet ein Parteistratege mit direktem Draht zu Harris: Das sei bereits 2016 schiefgegangen, als Hillary Clinton (77) verlor. „Man hofft, dass die Euphorie und das Schüren der Angst vor Trump reichen, um genügende Wähler zu mobilisieren – das ist hochriskant“, warnt der Insider gegenüber BILD.
Und wird am Ende auch noch Vize Walz zum Klotz am Bein, trotz der Begeisterung in der Parteitagsarena „United Center“? Er wurde bereits mehrerer Lügen überführt, über seinen Militärrang, die Prahlerei über einen erfundenen „Kriegseinsatz“ – und zuletzt über eine angebliche künstliche Befruchtung seiner Frau, wo offenbar auch alles ganz anders war.
Harris hat jedenfalls bei der für heute Abend (Ortszeit) angesetzten Nominierungsrede in Chicago die Gelegenheit, ihre Politik genauer zu erklären.
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Apsny News


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