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Trump attackierte Rede live: Kamala Harris’ große Demokraten-Party | Politik

Trump attackierte Rede live: Kamala Harris’ große Demokraten-Party | Politik
Okundu
25 Ağustos 2024 - 5:49

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Großes Finale des Jubel-Parteitages der Demokraten!

US-Vizepräsidentin und Spitzenkandidatin Kamala Harris (59) wandte sich nach vier Abenden etlicher Lobpreisungen durch die Polit- und Hollywoodstars der Partei an die Nation. Mit ihrer großen Nominierungsrede in Chicago wollte sie Amerika und der Welt zeigen, dass sie Zeug zur ersten US-Präsidentin hat und sich gegen den Republikaner-Rivalen Donald Trump (78) durchsetzen kann.

Und sie warnte gleich zu Beginn ihrer Rede: Die Konsequenzen, falls der Republikaner Donald Trump wieder ins Weiße Haus einziehen sollte, seien „extrem ernsthaft“. Sie wolle eine Präsident sein, „die führt – und zuhört. Die realistisch ist. Praktisch. Und gesunden Menschenverstand hat.“

Dann attackierte sie Trump: „Zuerst versuchte er, unsere Stimmen wegzuwerfen, dann schickte er einen Mob ins Kapitol, als man ihn anflehte, sie zurückzupfeifen, entfachte er die Flammen weiter“, wurde sie laut.

Auf Attacke getrimmt: Kamala Harris

Auf Attacke getrimmt: Kamala Harris

Foto: AP<!–>

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Einmal sagte sie zu Trump und den Republikaner sogar: „Die haben wohl den Verstand verloren!“ Sie warf ihm vor, Amerika schlecht zu machen. Ein unpatriotisches Verhalten, wie sie meinte. Sie warnte, dass Trump die Frauenrechte mit Füßen treten werde, besonders bei Abtreibungen. Sie warf dem Republikaner vor, Diktatoren wie Nordkorea-Machthaber Kim Jong-un (40) könnten ihn leicht um den Finger wickeln.

Auch, was sie im Oval Office plane, riss sie an: Steuersenkungen für die Mittelklasse und eine Offensive beim Häuserbau, Umweltschutz, Wählerrechte, Migrations-Reform – für all das werde sie sich einsetzen. Zum Ukraine-Krieg versprach sie: „Ich stehe mit der Ukraine und mit der Nato!“

Im Nahen Osten wolle sie die Sicherheit Israel gewährleisten – und die Würde palästinensischer Zivilisten herstellen. Es müsse Waffenstillstand und Geiseldeals geben, so Harris. Allerdings machte sie auch klar: Israel hat jedes Recht, sich zu verteidigen!

Im Spotlight: US-Vizepräsidentin und demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris mit ihrem Ehemann Douglas Emhoff nach der Rede

Im Spotlight: US-Vizepräsidentin und demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris mit ihrem Ehemann Douglas Emhoff nach der Rede

Foto: MANDEL NGAN/AFP<!–>

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Trump-Team attackierte Harris-Rede live

Während Kamala Harris sprach, kommentierte ihr Konkurrent Donald Trump (78) ihre wichtigste Rede live auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Trump betonte, dass er „fair, aber kritisch“ sein wollte, und fragte kurz danach: „Wo ist Hunter?“ (Joe Bidens Sohn, d. Red.) Eine Minute später fügte er hinzu, dass ihr Amtskollege, der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, „ein ASSISTENTEN-Trainer war, kein COACH“. In Großbuchstaben polterte er weiter: „Sie (Kamala Harris, d. Red.) zahlte und erhöhte die Kaution, um gewalttätige Krawallmacher aus dem Gefängnis zu holen!“

Als Harris auf die Vorwürfe wegen der Kapitol-Stürmung 2021 unter Trump kam, wetterte der wenige Sekunden danach auf dem Kurznachrichtendienst: „Diese Anklagen wurden alle von ihr und Biden gegen ihren politischen Gegner, MICH, eingeleitet!“

Nur wenige Minuten nach ihrem Beginn schrieb Trump: „Viel Gerede über Kindheit, wir müssen über die Grenze, Inflation und Kriminalität sprechen!“ Harris sprach in den ersten Minuten ihrer Rede über ihre Eltern und ihre frühen Absichten als Juristin.

Später postete Trump: „Sie sprach über Rechtsstaatlichkeit, aber als Grenzschutzbeauftragte hat sie 20 Millionen Menschen in unser Land gelassen, viele von ihnen Kriminelle, die unser Volk BESCHWÖREN und TÖTEN!“

Früher am Tag zeigte sich Trump im Gespräch mit Amerikanern am Grenzzaun von Mexiko, wetterte gegen den mangelnden Kontrollschutz, der laut Trump in Harris Verantwortung liege.

Zeigte am Grenzzaun wieder die Migrationstabelle, „die mir das Leben rettete“: Donald Trump am Grenzzaun zu Mexiko

Früher am Tag zeigte sich Trump am Grenzzaun von Mexiko, wetterte gegen den mangelnden Kontrollschutz, der laut Trump in Harris Verantwortung liege

Foto: REBECCA NOBLE/Getty Images via AFP<!–>

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Party-Stimmung auf Parteitag

Trotz der Trump-Sticheleien war die Stimmung nicht zu bremsen: Stars wie Pink (44, „So What“) heizten ein. Höhepunkte von Harris politischer Laufbahn flimmerten in Video-Clips vom Schirm in der Parteitagsarena „United Center“ (23.500 Plätze). Auf der Rednerliste auch Hollywood-Schauspielerin Kerry Washington (47, „Django Unchained“), die gemeinsam mit zwei von Harris kleinen Nichten, Amara (8) und Leela (6) und der ganzen Halle die Aussprache von „Kama-la“ übte.

Unter die Haut ging der Auftritt von Opfern von Waffengewalt, darunter eine Lehrerin, die das Massaker in der Grundschule „Sandy Hook“ (2012, 26 Tote) überlebt. Oder die Mutter einer in Uvalde (2022, 22 Tote) erschossenen Schülerin. Sogar der Zeichensprachen-Übersetzer wischte da Tränen weg. Auch Senatskollegin und Juristin Elizabeth Warren (75) weinte.

Harris' Senatskollegin Juristin Elizabeth Warren (75) weinte sogar

Harris’ Senatskollegin Juristin Elizabeth Warren (75) weinte sogar

Foto: AP<!–>

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Plötzlich stand ein Republikaner auf der Bühne

Dieser Überraschungsauftritt sorgte für Aufsehen: denn plötzlich stand der Anti-Trump-Republikaner Adam Kinzinger (46) auf der Bühne – und polterte vor allen Demokraten gegen seinen eigenen Parteichef: „Donald Trump ist ein schwacher Mann, der so tut, als ob er stark ist. Ein ehrloser Mann, der immer im Recht sein will. Als Konservative müssen wir die Demokratie beschützen.“ so der ehemalige Gouverneur von Illinois, der sich 2024 der „Republicans for Harris“-Kampagne anschloss.

Anti-Trump-Republikaner Adam Kinzinger (46)

Anti-Trump-Republikaner Adam Kinzinger (46)

Foto: Mike Segar/REUTERS<!–>

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Eine „Harris-Show“ im Zeichen zur wichtigsten Rede

Klar ist: Harris gilt als Durchstarterin des Jahres. Erst vor einem Monat hatte die bislang eher glücklose Vizepräsidentin beim fliegenden Wechsel die Demokraten-Kandidatur von US-Präsident Joe Biden (81) übernommen.

Rasch schwanden die Vorurteile: Als Ex-Staatsanwältin aus Kalifornien, die Mutter Wissenschaftlerin aus Indien, der Vater Ökonomist aus Jamaika, einte sie die Partei hinter sich. In nur Tagen. Sie kürte den volkstümlichen Minnesota-Gouverneur „Coach“ Tim Walz (60) zum „Running Mate“. Und wird jetzt nach einem fulminanten Jubel-Parteitag in die 74 Tage lange Zielgerade des turbulenten Wahlkampfes beschreiten.

Wahlvize Tim Walz (60) feierte im Publikum mit seinem Sohn Gus (18,l.) und Tochter Hope (22)

Wahlvize Tim Walz (60) feierte im Publikum mit seinem Sohn Gus (18,l.) und Tochter Hope (22)

Foto: CHIP SOMODEVILLA/Getty Images via AFP<!–>

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Nach dem Parteitag steht fest: Die Partei packt das Harris-Fieber! So groß war die Euphorie seit dem „Yes, we can“-Wahlkampf von Ex-US-Präsident Barack Obama (63) nicht mehr. Harris‘ Slogan: „Freedom!“ Die „Hymne“ dazu: der gleichnamige Song von Superstar Beyoncé (42). Leitmotiv des Parteitreffens: „Freude“. Die Schlachtrufe: „Wenn wir kämpfen, gewinnen wir!“ Oder: „Wir gehen nicht zurück!“ Auf Trump hingegen wurde vier Tage lang eingeprügelt.

Die Delegierten in der Halle waren mehrheitlich in Weiß gekleidet, als Ehrung früherer Kämpferinnen für das Frauenwahlrecht. Auch Harris wählte in der Vergangenheit oft weiße Outfits für öffentliche Auftritte – blieb dieses Mal beim schwarzen Zweiteiler.

Die Kleidungsfarbe Weiß steht bei den Demokraten für all die Frauen, die dafür gekämpft haben, in politische Ämter zu kommen. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Frauenrechtsbewegung die Farbe für sich beansprucht

Die Kleidungsfarbe Weiß steht bei den Demokraten für all die Frauen, die dafür gekämpft haben, in politische Ämter zu kommen. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Frauenrechtsbewegung die Farbe für sich beansprucht

Foto: KAMIL KRZACZYNSKI/AFP<!–>

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Harris in Umfragen vorn

Harris hat bislang in einem Monat rekordverdächtige 500 Millionen Dollar gesammelt und hat in vielen Meinungsumfragen in den entscheidenden Bundesstaaten den Abstand zu Trump verringert, laut einigen Umfragen den Republikaner sogar überholt. Landesweit führe sie laut einer Zusammenstellung des Vergleichsinstituts FiveThirtyEight mit 46,6 % gegenüber 43,8 % für Trump.

Allerdings ist auch klar: bisher hat Harris keine politische Substanz geliefert, keine Interviews oder Pressekonferenzen gegeben. Ein Phänomen eigentlich: Ist es der Start einer Bewegung? Oder nur ein Strohfeuer…

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