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Als Brüssel das Ende der nervigen Zeitumstellung versprach, war sie noch gar nicht im Amt!
Kommissionschefin Ursula von der Leyen (66, CDU) muss sich um eine Altlast kümmern, die der Europäischen Union bereits viel Glaubwürdigkeit gekostet hat: Per Brandbrief fordern 66 EU-Abgeordnete unterschiedlicher Fraktionen und Länder von ihr, endlich das Versprechen einzulösen, mit dem 1980 begonnenen Zeiger-Vor, Zeiger-Zurück Schluss zu machen.
„Studien haben gezeigt, dass sich die Zeitumstellung negativ auf den Schlafrhythmus auswirkt, das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen erhöht und zu einem Anstieg von Verkehrsunfällen führen kann“, heißt es in dem Brief, der BILD vorliegt. Hingegen sei der erhoffte Effekt (Energie-Ersparnis) vollständig ausgeblieben.
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Von der Leyen hat Altlast geerbt
Die Argumente sind nicht neu: Eine aufwendige Befragung hatte bereits 2018 ergeben, dass eine überwältigende Mehrheit (84 Prozent) der EU-Bürger von der Zeitumstellung genug hat. Das EU-Parlament stimmte dafür, der damalige EU-Chef Jean-Claude Juncker gab sein Wort („Die Zeitumstellung wird abgeschafft“).
Als Ursula von der Leyen im Dezember 2019 den EU-Topjob von Jean-Claude Juncker übernahm, erbte sie das Versprechen Brüssels, die Zeitumstellung abzuschaffen
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Doch als es auf Ebene der Länder (zuständig sind die Verkehrsminister) konkret werden sollte, verstolperte die österreichische Ratspräsidentschaft die sicher geglaubte Einigung. Und dann kam Corona …
Ampel-Regierung bislang tatenlos
Fünf Jahre später wagt das EU-Parlament einen neuen Anlauf – erhöht fraktionsübergreifend den Druck:
► Aus Sicht der Grünen-Politikerin Anna Cavazzini, Chefin des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, ist die Zeitumstellung „nicht nur ein lästiges Ritual, sondern auch ein unnötiger Stressfaktor für unseren Körper“. Ihr Vorwurf an die Mitgliedsstaaten: „Es ist frustrierend, dass der Rat jeden Fortschritt blockiert.“
ZeitumstellungDiese Eselsbrücke kann sich jeder merken
25.10.2024
[–> ► Der gesundheitspolitische Sprecher der EVP (Konservative), der Arzt Peter Liese (CDU) sieht vor allem die Bundesregierung am Zug. „Bundesverkehrsminister Wissing hat nicht einen Finger krumm gemacht, um das Problem zu lösen“, sagt Liese zu BILD. Diese Tatenlosigkeit sei ein „Skandal“.
„Die Zeit für Ausreden ist vorbei!“
Auch die EU-Kommission könne jedoch „mehr machen“. Bereits im Sommer habe er darauf gedrängt, dass sich der neue Gesundheitskommissar des Themas annimmt.
► Parlaments-Urgestein Markus Ferber (CSU, seit 1994 EU-Abgeordneter) kritisiert die „Endlos-Arie“ im Europäischen Rat, sagt: „Die EU-Staaten scheinen bewusst zu ignorieren, dass es nun an ihnen ist, die Abschaffung der Zeitumstellung umzusetzen.“
Gerade die deutsche Ampel als selbst ernannte „Fortschrittskoalition“ müsse nun endlich den Ball ins Rollen bringen. Ferber: „Die Zeit für Ausreden ist vorbei!“
Schneller als Brüssel handelt die Ukraine: Dort werden Sonntagmorgen letztmals die Uhren umgestellt, danach wird dauerhaft die Winterzeit gelten.
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Apsny News


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