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Die Verhandlungen zwischen Brüssel und Washington führen offenbar zu nichts – US-Präsident Donald Trump packt nun doch den angedrohten Zoll-Hammer aus! Er will 50 Prozent Strafzölle auf die ganze EU schon ab 1. Juni. Das postete er auf seinem sozialen Netzwerk „Truth Social“.
Trump schrieb: „Unsere Gespräche (mit der EU) führen zu nichts! Daher empfehle ich einen direkten Zoll von 50 Prozent auf die Europäische Union ab dem 1. Juni 2025. Für Produkte, die in den USA hergestellt werden, fallen keine Zölle an.“
Eingeleitet hatte der US-Präsident die Zölle mit einer Schimpf-Tirade: „Mit der Europäischen Union, deren Hauptziel es ist, die USA im Handel auszunutzen, ist der Umgang äußerst schwierig. Ihre mächtigen Handelsbarrieren, Mehrwertsteuern, absurden Unternehmensstrafen, nicht monetären Handelsbarrieren, Währungsmanipulationen, unfairen und ungerechtfertigten Klagen gegen amerikanische Unternehmen und vieles mehr haben zu einem Handelsdefizit mit den USA von mehr als 250 Millionen Dollar pro Jahr geführt – eine völlig inakzeptable Summe.“ (Anmerkung: Trump schrieb 250.000.000 Dollar, also 250 Millionen – meinte aber wohl Milliarden.)
Börse auf Talfahrt
Seit dem 9. April galt ein allgemeiner Zoll von 20 Prozent für Produkte, die aus der EU in die USA eingeführt wurden. Für bestimmte Branchen wie Stahl und Aluminium sowie Autos liegen sie derzeit bei 25 Prozent.
▶︎ Unmittelbare Reaktion der Börse auf Trumps Ankündigung: Binnen 20 Minuten fiel der Dax um ca. 2,5 Prozent auf rund 23.260 Punkte.
Trump hat nix dazugelernt
Die erste Reaktion aus Brüssel: Kopfschütteln. Der dienstälteste deutsche Abgeordnete im EU-Parlament, Wirtschaftsexperte Markus Ferber (60, CSU), zu BILD: „Die neuesten Vorschläge von Donald Trump zeigen, dass er an seriösen Verhandlungen, die natürlich etwas komplizierter sind, kein Interesse hat.“
Und weiter: „Was der US-Präsident bis heute nicht versteht: Einen Aufbau der Produktion in den USA wird es ohne den deutschen und europäischen Markt gar nicht geben können, denn gerade im Spezialmaschinenbau und Anlagenbau ist er auf europäische Produkte angewiesen. Neben seinen überzogenen Steuersenkungen ist dies ein weiterer Sargnagel in die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft.“
Auch Apple soll Zölle blechen
Minuten zuvor traf ein weiterer Zoll-Hammer das US-Unternehmen Apple. Er habe Apple-Chef Tim Cook schon vor langer Zeit darüber informiert, dass er erwarte, dass das Unternehmen iPhones, die in den USA verkauft würden, in den USA hergestellt und gebaut würden, „nicht in Indien oder sonst wo“, schrieb Trump auf „Truth Social“. „Wenn das nicht der Fall ist, muss Apple einen Zoll von mindestens 25 Prozent an die USA zahlen.“
Die Apple-Aktie reagierte empfindlich, fiel noch vor Handelsbeginn in den USA um 4,5 Prozent auf ca. 172 Euro.
Trump will, dass Apple das iPhone in den USA baut. Das würde aber gewaltige Investitionen erfordern und die Smartphones drastisch verteuern.
Apple hatte in den vergangenen Jahrzehnten Lieferketten in Asien mit riesigen Fabriken, vor allem in China, aufgebaut. In den vergangenen Jahren verstärkte der iPhone-Konzern die Fertigung in Indien und Vietnam.
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Apsny News


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