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Berlin – Mehr Gipfel geht kaum!
Die Vorstandschefs von 61 deutschen Top-Unternehmen – von Allianz bis Zalando – im Kanzleramt bei Friedrich Merz (69, CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (47, SPD)! Mächtig viel Macht in den Räumen des eigentlich mächtigsten Mannes in Deutschland!
Im Gepäck der Wirtschaftschefs, die sich in der Initiative „Made for Germany“ vereinigt haben: die Zusage für 631 Milliarden Euro Investitionen bis 2028 – ein Giga-Booster für Deutschlands Wirtschaft!
Wie viel von der Summe neue Investitionen sind (also bislang ungeplante), verrieten die Konzernchefs nicht. Nur so viel: „Ein dreistelliger Milliardenbetrag und damit ein signifikanter Anteil“ der Riesensumme liege ÜBER der bisherigen Planung für die nächsten drei Jahre.
Der Kanzler, sein Finanzminister Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) nehmen’s gern.
Merz: „Wir freuen uns über das Vertrauen, das ja nicht uns als Regierung gilt, sondern dem Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Die Milliarden seien ein „kraftvolles Signal“: „Deutschland ist zurück, es lohnt sich wieder, in Deutschland zu investieren.“
Klingbeil sieht in BILD in den Investitionen auch eine Anerkennung der bisherigen Politik von Schwarz-Rot: „Ich merke, dass sich in der Stimmung langsam etwas dreht, dafür haben wir hart gearbeitet.“ Er sehe aber „keinen Grund, sich jetzt zurückzulehnen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“
„Made for Germany“ wurde gegründet von den Vorstandschefs des Siemens-Konzerns, Roland Busch (60), und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing (55). Mit dabei: der US-Finanzberater FGS Global und das Medienhaus Axel Springer (bei dem auch BILD erscheint).
Dazu: BMW, Allianz, VW, Mercedes, Airbus, Rheinmetall – und sogar die US-Unternehmer-Legenden Henry Kravis (81, „KKR“) und Stephen A. Schwarzman (78, „Blackstone“). Beide äußerten sich gestern positiv über das Wirtschaftspotential in Deutschland.
Der Kanzler im Kreis der Wirtschaftsbosse: Christian Sewing (li., Deutsche Bank) und Roland Busch (re., Siemens)
Nach dem Gruppenfoto im Kanzleramt gab es noch eine Pressekonferenz.
► Siemens-Chef Busch sprach von „einer neuen Form der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik“ und forderte die Regierung auf, ihren Beitrag für mehr Wachstum zu leisten: „weniger regulieren, mehr Freiheit für Unternehmen, mehr Raum für Innovationen, mutiger und schneller entscheiden!“
► Deutsche-Bank-Chef Sewing lobte: „Deutschland hat wieder eine Regierung, die Tempo macht.“ Zu lange habe „der Reformstau die Wirtschaft gebremst“. Sewing versprach zudem, die Marke von 631 Milliarden Euro sei nur ein Zwischenstand: „Es wird noch mehr dazu kommen.“
Das an der Initiative beteiligte Unternehmen Herrenknecht (Tunnelbohrmaschinen-Hersteller, rund 5000 Mitarbeiter) erklärt in BILD „stolz darauf zu sein, die Made for Germany Initiative zu unterstützen“. Herrenknecht plane, in Tiefbohranlagen zu investieren und in Erweiterungen des Werksgeländes am Firmensitz in Schwanau sowie in die Forschung zur Automatisierung im Tunnelbau.
Unklar ist, ob der Milliardenregen Deutschlands Wirtschaft nach jahrelanger Stagnation endlich wieder ankurbeln kann.
DAS sagen Experten zu den 631 Milliarden
„Diese Initiative schadet der Wirtschaft nicht, hilft ihr allerdings auch kaum“, glaubt Prof. Stefan Kooths, (56) vom Kieler Institut für Weltwirtschaft. Die versprochenen 631 Milliarden seien zu vergleichen mit den „rund 500 Milliarden Euro“, die Firmen auch jetzt schon jedes Jahr investieren. Der Wert der Initiative bestehe deshalb „im Wesentlichen darin, dass die Unternehmer die Standort-Probleme wie hohe Energie- und Lohnnebenkosten gegenüber Kanzler Merz persönlich ansprechen können“.
Optimistischer zeigt sich Carsten Brzeski (54), Chefvolkswirt der ING Bank: „Die große Investitionsinitiative kann ein positives Signal ins Ausland senden. Ausländische Investoren können davon angesteckt werden und ebenfalls in Deutschland investieren. Dadurch können Arbeitsplätze geschaffen werden, Löhne könnten steigen.“ Chancen durch den Geldsegen sieht Brzeski auch für die kränkelnde Bauindustrie und Anlagenbauer. Profitieren könnten zudem „die E-Autobauer, wenn über die Investitionsbooster Unternehmen ihren Fuhrpark elektrifizieren.“
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Apsny News


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