NRW-Kommunalwahl: Holen sich Merz und Klingbeil ein blaues Auge? | Politik

15.09.2025 - Pazartesi 02:48

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Düsseldorf – Sie waren tagelang in ganz NRW unterwegs: Kanzler Friedrich Merz (69, CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (47, SPD). Dazu viele weitere Minister der Regierung. Denn: Am Sonntag finden im größten Bundesland (13,7 Millionen Wähler) Kommunalwahlen statt!

Der große Auftrieb der Polit-Prominenz hat einen Grund: Nach vier Monaten schwarz-roter Koalition im Bund gilt der Urnengang als erstes Stimmungsbarometer für die neue Regierung.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) griff bei einem Auftritt in Lüdenscheid zur Gitarre

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) griff bei einem Auftritt in Lüdenscheid zur Gitarre

Foto: larsklingbeil/Instagram

Klingbeil nahm in einer Woche acht Termine wahr, war bei Bürgerdialog und Kneipen-Talk genauso zu finden wie beim Unternehmensbesuch. Auch Bayern-MP Markus Söder (57, CSU) war in NRW und trat mit Landeschef Hendrik Wüst (50, CDU) in dessen Heimatwahlkreis auf. SPD-Chefin und Sozialministerin Bärbel Bas (57, SPD) ist noch am Samstag in ihrer Heimatstadt Duisburg im Einsatz. Und Friedrich Merz gibt Düsseldorfs OB Stephan Keller (54, CDU) noch Last-Minute-Rückenwind durch einen gemeinsamen Besuch des Henkel-Werks am Samstag.

Darum geht es am Sonntag


► Gewählt werden Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage, Bürgermeister, Oberbürgermeister sowie Landräte in allen 396 Städten und Gemeinden sowie 31 Kreisen.

Die Ministerpräsidenten traten gemeinsam in Bocholt auf: Hendrik Wüst (50, CDU) und Markus Söder (57, CSU)

Die Ministerpräsidenten traten gemeinsam in Bocholt auf: Hendrik Wüst (50, CDU) und Markus Söder (57, CSU)

Foto: Getty Images

Bei der Wahl vor fünf Jahren war die CDU mit 34,3 Prozent der klare Sieger, gefolgt von der SPD mit 24,3 Prozent. Die Grünen erreichten ein Rekordergebnis von 20 Prozent, die AfD kam auf 5,1 und die FDP auf 5,6 Prozent. Die Linke schaffte 3,8 Prozent.

Doch die AfD ist dieses Mal viel stärker. Umfragen taxieren die Rechtsaußen landesweit auf bis zu 15 Prozent.

Holen sich Merz und Klingbeil am Sonntag ein blaues Auge?

Die CDU könnte auf bis zu 35% kommen – ähnlich wie 2020 (und rund zehn Punkte über dem aktuellen CDU-Bundeswert). Für Merz ein zwiespältiger Erfolg: Einerseits kann der Kanzler ein solches Ergebnis auch als Bestätigung für seinen Regierungskurs werten.

Andererseits regiert in NRW Merz-Rivale Hendrik Wüst (50). Der kann für sich reklamieren, dass die CDU deutlich über dem Bundesschnitt liegt.  

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