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Zu Recht feierte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) auf der Zugspitze im Kreise seiner europäischen Innenminister-Freunde seinen ersten erfolgreichen Abschiebeflug nach Afghanistan.
Killer und Vergewaltiger wurden aus Gefängnissen abgeholt und in einen Flieger von Qatar Airways befördert. Seit Freitagnachmittag ist Deutschland ein Stückchen sicherer und die ausreisepflichtigen Kriminellen sind zurück in ihrer Heimat. Das ist ein Erfolg.
Es ist das Einlösen des Wahlversprechens „Migrationswende“ und es nimmt den Radikalen Wind aus den Segeln. Beides ist gut.
Aber: Am 1. Juli gab es in Deutschland 1710 ausreisepflichtige Afghanen ohne Duldung. 81 von ihnen wurden am Freitag abgeschoben. Bleiben rechnerisch 1629. Bei 100 Passagieren pro Flieger und Woche könnte Innenminister Dobrindt das Thema Abschiebungen nach Afghanistan bis Weihnachten in den Griff bekommen. Noch 17 Flüge!
► Deshalb: Dobrindts Abschiebeflug darf keine Eintagsfliege sein. Und auch andere Herkunftsländer, wie Syrien, müssen in den Blick genommen werden. Anfang des Jahres lag die Zahl aller Ausreisepflichtigen ohne Duldung bei mehr als 42.000 Ausländern. Mehr als 8000 davon leben in Nordrhein-Westfalen.
Österreichischen Behörden gelang Anfang Juli die erste Abschiebung seit 15 Jahren nach Syrien. Mehr als 1000 Syrer leben in Deutschland ohne behördliche Duldung.
Herr Innenminister, bitte weitermachen!
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