Alexander Zverev: Jetzt hat auch er sein Wembley | Sport

11.06.2024 - Salı 00:03

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Kostete dieser Fehler Alexander Zverev (27) den ersten Grand-Slam-Sieg?

Beim 3:6, 6:2, 7:5, 1:6, 2:6 im French-Open-Finale gegen Carlos Alcaraz (21) liegt er im fünften Satz 1:2 und ein Break hinten, führt aber 40:15, hat zwei Breakbälle.

Dann erlebt Zverev sein Wembley!

Bei einem zweiten Aufschlag des Spaniers gibt der Linienrichter den Ball Aus. Doch Schiedsrichter Renaud Lichtenstein (43) ist anderer Meinung, schaut sich den Abdruck an – und überstimmt den Kollegen.

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Quelle: Instagram @LauraAbla

Das Hawk-Eye, das in Paris nicht eingesetzt wird und nur für TV-Zuschauer sichtbar ist, beweist allerdings: Der Linienrichter hatte recht, der Ball war Aus.

Erinnerung ans Wembley-Tor

Das erinnert an das Finale der Fußball-WM 1966 zwischen England und Deutschland. Geoff Hurst (82) hämmert den Ball in der Verlängerung an die Unterkante der Latte. Bilder belegen: Von dort springt der Ball VOR der Linie auf.

Doch Schiri Gottfried Dienst (Schweiz) entscheidet nach Befragung des sowjetischen Linienrichters Tofik Bachramow auf Tor – 3:2, am Ende siegt England 4:2.

Das „Wembley-Tor“ war geboren!

Zverev nach seinem Wembley-Erlebnis: „Es ist natürlich ein entscheidender Unterschied, ob man im fünften Satz mit 1:3 hinten liegt oder es 2:2 steht. Ja, am Ende ist es frustrierend.“

Alexander Zverev (l.) und Renaud Lichtenstein haben unterschiedliche Auffassungen, ob der Ball drin war oder nicht

Alexander Zverev (l.) und Renaud Lichtenstein haben unterschiedliche Auffassungen, ob der Ball drin war oder nicht

Foto: Anadolu via Getty Images

Er sagt aber auch: „Schiedsrichter machen Fehler. Sie sind auch Menschen, und das ist in Ordnung.“

1966 reichte der technische Fortschritt nicht für den Video-Beweis. Seltsam, dass er 58 Jahre später in Roland Garros noch nicht genutzt wird. Den Veranstaltern ist die Tradition offensichtlich wichtiger.

Das Wembley-Tor: Hundertstel Sekunden später schlägt der Ball VOR der Torlinie auf

Das Wembley-Tor: Hundertstel Sekunden später schlägt der Ball VOR der Torlinie auf

Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Zum Leidwesen der Spieler. Der Eklat beim Finale war nicht der einzige Streitfall. Die ewigen Diskussionen mit den Referees kosten unendlich Zeit, schon aus dem Grund wäre das Electronic Line Calling eminent wichtig.

Ab 2025 ist das elektronische Liniensystem bei ATP- und WTA-Turnieren Pflicht. Die Grand Slams unterstehen dem Weltverband ITF. Bei den Grand Slams in Melbourne, Wimbledon und New York gibt‘s schon keine Linienrichter mehr. Paris will sie Stand jetzt behalten...

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