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Washington – US-Präsident Donald Trump hat einmal mehr gezeigt, wie unberechenbar er ist. Nachdem das Weiße Haus am Donnerstag angekündigt hatte, dass er sich zwei Wochen Zeit lassen wolle, um den Iran „zur Vernunft“ kommen zu lassen, gab er am Samstag den Befehl, die Nuklear-Anlagen des Mullah-Regimes in Teheran „auszulöschen“.
Traf er die Entscheidung bei seiner Lieblingsbeschäftigung? Beim Golfspielen? Die Timeline deutet darauf hin.
Freitag, 14 Uhr, Washington: Trump verlässt das Weiße Haus, um zu seinem Bedminster Golfclub in New Jersey zu fliegen.
Es scheint, dass er seiner Linie, sich aus Kriegen herauszuhalten, treu bleiben will. Denn er hatte am Tag zuvor seinen Vize J.D. Vance (40) und seinen Nahost-Sonderbeauftragten Steve Witkoff (68) beauftragt, eine diplomatische Lösung zu finden. Zudem traf er sich mit seinem Ex-Berater Steve Bannon und dem YouTuber Tucker Carlson. Beide sind Rechtspopulisten und sprachen sich vehement gegen einen Angriff auf den Iran aus.
Vor dem Abflug orakelt Trump: „Ich denke, innerhalb weniger Wochen, sicher aber weniger Monate, werden sie in der Lage sein, über eine Atomwaffe zu verfügen. Das dürfen wir nicht zulassen.“
Trump beschwerte sich, dass er wegen des Konflikts drei Wochen kein Golf spielen konnte
Freitag gegen 15 Uhr: Trump taucht in seinem Golfclub ab. Es werden keine Medienvertreter zugelassen.
Zuvor hatte er sich beklagt, dass er wegen des Konfliktes zwischen Israel und dem Iran schon drei Wochen nicht mehr Golf spielen konnte.
Freitagabend: Trump trifft sich in seinem Club mit Open AI-Gründer Sam Altman (40), einem Intim-Feind von Elon Musk. Trump ist laut Augenzeugen locker und gut gelaunt.
Samstag, kurz nach Mitternacht: Mehrere B-2-Tarnkappen-Bomber heben laut der schwedischen Webseite „FlighRadar24“ von der Whiteman Air Force Basis in Missouri ab. Es sind die einzigen Flugzeuge, die in der Lage sind, die sogenannten „Bunker Buster“ Bomben (13,5 Tonnen) zu transportieren. Zeitgleich heben mehrere Tankflugzeuge von einem Stützpunkt in Oklahoma ab.
Zu diesem Zeitpunkt war die Operation „Midnight Hammer“ laut Vizepräsident J.D. Vance längst durchgeplant. Aber Trump hatte die Entscheidung für ein endgültiges Go offengelassen.
Samstag, 16.20 Uhr: Laut Terminkalender des Weißen Hauses verlässt Donald Trump seinen Bedminster Golfclub. Zu diesem Zeitpunkt ist es 00.50 Uhr in Teheran.
Samstag, 17.30 Uhr: Trump trifft im Weißen Haus ein, trägt seine rote „MAGA-Kappe“, die er stets beim Golfspielen aufsetzt.
18 Uhr Ortszeit: Amerikas 47. Commander-in-Chief trifft sich im Oval Office mit seinen Nationalen Sicherheitsberatern. Wenig später werfen laut Wall Street Journal B-2-Bomber rund ein Dutzend „Bunker-Buster“ auf Irans wichtigste unterirdische Nuklearanlage Fordow ab.
Zeitgleich feuerten US-U-Boote 30 Tomahawk Cruise Missiles auf Irans Atomanlagen in Natanz und Isfahan ab.
22 Uhr, Washington: Trump richtet sich im Weißen Haus an die Nation. Er spricht von einem „spektakulären militärischen Erfolg“. Irans Atomanlagen seien „komplett ausgelöscht.”
Der Zeitablauf deutet darauf hin, dass Trump den Befehl zum Angriff von seinem Golfclub aus gab. Obwohl der Angriff minutiös vorbereitet war (insgesamt waren mehr als 120 amerikanische Flugzeuge im Einsatz) scheint Trump die Entscheidung spontan getroffen zu haben. Denn ansonsten wäre er vermutlich am Freitag in Washington geblieben.
So war es übrigens im März, als er anordnete, Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen zu bombardieren.
Damals veröffentlichte das Weiße Haus ein Foto, das den US-Präsidenten im Situation Room zeigt, als er die Mission live auf einem Computer-Bildschirm verfolgt. Er trug seine MAGA-Mütze, ein Polo-Shirt und eine Golfhose und war gerade von seinem Club in Palm Beach nach Washington zurückgekehrt.
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