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Antwort auf Trump: EU-Länder beschließen erste Gegenzölle auf US-Waren | Politik
09.04.2025 - Çarşamba 13:29
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Die EU-Staaten haben den Weg für erste Gegenzölle zwischen 10 und 25 Prozent als Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump angeordneten Zölle freigemacht.
Kommende Woche sollen nach Angaben der Europäischen Kommission Sonderabgaben auf Importe aus den USA in Kraft treten. Darunter sind Entwürfen zufolge einige Stahl- und Textilwaren, Schminke sowie Mais, Sojabohnen und Geflügel.
Weitere Zölle folgen Mitte Mai und Ende des Jahres. Dann trifft es auch Lebensmittel wie Rindfleisch und Zitrusfrüchte.
„Diese Gegenmaßnahmen können jederzeit ausgesetzt werden, wenn die USA einem fairen und ausgewogenen Verhandlungsergebnis zustimmen“, betonte die Kommission. Die EU ziehe es „eindeutig vor, mit den USA eine ausgewogene und für beide Seiten vorteilhafte Verhandlungslösung zu finden“.
Und: „Die EU hält die US-Zölle für ungerechtfertigt und schädlich, da sie beiden Seiten und der Weltwirtschaft Schaden zufügen.“
Whiskey bleibt verschont! Ursprünglich geplant, doch dank Lobbyarbeit von Ländern wie Frankreich und Italien gibt es vorerst keine Zusatzzölle auf amerikanischen Whiskey. Trump drohte mit Gegenzöllen von 200 Prozent auf EU-Wein und Champagner, sollte die EU ihre Pläne umsetzen.
Die EU reagiert auf die bereits verhängten US-Zölle auf Stahl- und Aluminium. Diese treffen EU-Exporte im Wert von 26 Milliarden Euro und könnten den USA Zusatzeinnahmen von rund 6,5 Milliarden Euro bescheren. Die EU-Zölle betreffen Waren im Wert von rund 21 Milliarden Euro.
EU-Handelskommissar Maros Sefcovic betonte: „Unser Ziel ist es nicht zu eskalieren, sondern zu verhandeln.“ Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen signalisiert Verhandlungsbereitschaft. Das Angebot: eine gegenseitige Aufhebung aller Zölle auf Industriegüter.
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Ein weiteres Maßnahmenpaket gegen Trumps geplante Zölle auf Autos und andere EU-Exporte wird vorbereitet. Trump will mit Zöllen angebliche Handelsungleichgewichte korrigieren und Produktion in die USA verlagern. Die Zolleinnahmen sollen auch Wahlkampfversprechen finanzieren.
Berechnungen der EU zufolge könnten die Zusatzeinnahmen der USA durch neue Zölle auf EU-Waren 81 Milliarden Euro erreichen. Es ist nicht das erste Mal, dass die EU mit Gegenzöllen auf US-Zölle antwortet. Bereits in Trumps erster Amtszeit wurden ähnliche Maßnahmen getroffen, die später unter US-Präsident Joe Biden ausgesetzt wurden.
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