Asyl: Knallhart-Regel! Erste Migranten müssen direkt in Griechen-Knast | Politik
20.07.2025 - Pazar 19:34
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Athen – Knast statt Aufnahmezentrum: Griechenland greift hart gegen illegale Migranten durch! Um 10 Uhr am Sonntag legte das Patrouillenboot 080 der Küstenwache mit 247 Menschen im Hafen von Lavrio an, übergab sie dort der Polizei. Von da aus ging es in vorläufige Rückführungshaftzentren.
Die Flüchtlinge würden in Gewahrsam bleiben, bis das Verfahren für ihre Rückführung eingeleitet werde, schrieb Migrationsminister Thanos Plevris am Samstag auf X. Er stellte klar:„Sie haben nicht das Recht, einen Asylantrag zu stellen und sie werden nicht in Aufnahmezentren gebracht.“ Vorerst sind die Asylanhörungen für Flüchtlinge aus Nordafrika für drei Monate ausgesetzt.
▶︎ Die 247 Migranten, die jetzt als erste in Haft sitzen, kamen aus Libyen, waren in den 24 Stunden zuvor in Gruppen im Seegebiet südlich von Gavdos und Kreta aufgegriffen worden. Laut dem Sender ERT wurde einer von ihnen verletzt und starb später im Krankenhaus.
Griechenlands Regierung plant noch mehr: Bislang droht Menschen ohne Bleiberecht keine Haftstrafe – und das soll sich ändern. Diejenigen, die nicht freiwillig gehen wollen, sollen künftig mit mindestens zwei Jahren Haft bestraft werden. Ein entsprechendes Gesetz hat das Einwanderungsministerium angekündigt. Brisant: Werden Migranten wiederholt aufgegriffen, sind sogar Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren vorgesehen.
BILD-Reporter auf Kreta: Migranten müssen in dreckiger Fabrikhalle leben
Migranten-Ansturm auf Griechenland
Zuletzt waren vor der größten griechischen Insel Kreta und der nahegelegenen Insel Gavdos binnen weniger Tage mehr als 2000 Migranten aufgegriffen worden – ein Grund für die griechische Regierung, jetzt den harten Knast-Schritt zu gehen. Das Land hatte die Asylanhörungen aber schon einmal gestoppt. Anfang 2020 waren Tausende Asylsuchende aus der Türkei über die Grenze nach Griechenland gelangt.
Im Wiederholungsfall könnten illegalen Migranten bald bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen
Neue Haftzentren für Flüchtlinge
Das Migrationsministerium stellte der Polizei zusätzliche Einrichtungen als neue Haftzentren bereit, an die illegale Einwanderer künftig übergeben werden sollen. Laut Ministeriumsvertretern ist die Botschaft der Regierung eindeutig: Jeder, der unter den neuen Bestimmungen illegal aus Libyen einreist, wird kein Asyl beantragen können – es wird ein Rückführungsbescheid erlassen, und die betroffene Person bleibt bis zur Abschiebung in Haft. Dasselbe Verfahren wird bei allen künftigen illegalen Einreisen angewendet.
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