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Was wusste Christian Lindner (45, FDP) wirklich? Der Ex-Finanzminister behauptet: nichts. Oder flüchtet sich in Formulierungen wie: Er habe das „D-Day“-Papier „nicht zur Kenntnis genommen“. In der ARD-Sendung von Caren Miosga (55) präzisierte er dann: „Ich habe es nicht gekannt.“
Laut einer „Zeit“-Recherche dürfte das nicht die Wahrheit sein. Chefredakteur Giovanni di Lorenzo (65) erklärte bei Sandra Maischberger (58) in der ARD, seine Zeitung habe „glaubhafte Hinweise, dass Lindner dieses Papier selbst in Auftrag gegeben“ habe. Zudem sei es schwer vorstellbar, „dass seine engsten Mitarbeiter ein so gravierendes Papier verfassen und er weiß nichts davon“.
„Zeit“: Lindner hat „Plan“ beauftragt
Im heute veröffentlichten Artikel der „Zeit“ findet sich folgender Satz: „Christian Lindner, der nach ZEIT-Informationen die Erstellung eines Plans für den Ausstieg Ende September selbst in Auftrag gegeben haben soll, erklärt nun, er habe das ‚D-Day‘-Papier ‚nicht zur Kenntnis genommen‘.“
Es geht also um die Erstellung eines Plans, nicht wortwörtlich um das Papier. Lindner soll diesen Plan „Ende September“ beauftragt haben, womöglich im Rahmen eines ersten Treffens der FDP-Führung dazu am 29. September in Potsdam.
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