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Bockig wird Merkel dann, als es um Putins Gas-Pipeline „Nord Stream 2“ geht. Selbst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, ihr Außenminister, habe doch schon zugegeben, dass das Festhalten an der Russen-Rühre ein Fehler war, so Will. Merkel besteht darauf, das aus der damaligen Sicht zu beurteilen. Dass sie nicht bereit sei, die Perspektive zu wechseln. Dem Urteil der Geschichte mag sie sich nicht einfach stellen. Es sei um billiges Gas für die deutsche Wirtschaft
Sie könne „nicht finde“, dass der Verzicht auf die Röhre den Krieg verhindert hätte. Schließlich habe Putin die Ukraine angegriffen
Das heißt, Sie bereuen nichts?“ fragt Will: „Sie haben doch gesehen, wie sich Putin radikalisiert“, in seine eigene Wirklichkeit abdriftet. Hätte all das nicht dazu führen müssen, Nord Stream 2 nicht zuzulassen? Oder war Deutschland so abhängig? „Nein, das war ja nicht das Denken.“ Merkel schwimmt. Und sagt: „Ich halte es auch im Rückblick für keinen Fehler. Damit, dass Will und „viele andere“ das anders sehen, damit „muss ich leben“.
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