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Berlin – Deutschland wird im Schnitt mehr als dreimal pro Tag von Drohnen angegriffen!
Das geht aus einem bisher geheimen Bericht des Bundeskriminalamts (BKA) mit dem Titel „Verbrechenswaffe: Drohne“ hervor. Enthüllt wurde der Bericht von der US-Zeitung „Wall Street Journal“ (WSJ).
Darin dokumentiert und zählt das BKA die unbefugten Drohneneinsätze über Anlagen der Bundeswehr und der Militärindustrie sowie über Einrichtungen der kritischen Infrastruktur (u.a. Flughäfen, Schienen, Straßen) und kommt auf eine niedrige vierstellige Gesamtzahl für das laufende Jahr.
Heißt: Es gab bereits über tausend Drohnen-Vorfälle in diesem Jahr – Rekord! Der geheime BKA-Bericht wird neuerdings alle zwei Wochen statt vierteljährlich aktualisiert, um Spionage und Sabotage verstärkt zu bekämpfen, zitiert WSJ einen Regierungsbeamten.
Gefahr für Passagierflieger
Die Ergebnisse bleiben vorerst geheim, da die Behörden die Sichtungen in den meisten Fällen keinem bestimmten Akteur zuordnen konnten, fügte die Person hinzu.
Die Drohnen reichten von handelsüblichen Modellen in Spielzeuggröße bis hin zu solchen, die in engen Formationen von bis zu 15 Flugobjekten flogen. Das deutet laut Sicherheitsbeamten darauf hin, dass dahinter ein staatlicher Akteur steckt.
Auch am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) stand der Betrieb Ende Oktober nach einer Drohnen-Sichtung still
Meistens stellen die Drohnen keine unmittelbare Gefahr für die Öffentlichkeit dar – außer, sie fliegen in der Nähe von Flughäfen. Anders als ein Vogel kann selbst eine kleine kommerzielle Drohne die Cockpitscheibe oder die Treibstofftanks eines Passagierflugzeugs durchschlagen, zitiert WSJ Pilot und Cockpit-Gewerkschafter Moritz Bürger.
In diesem Jahr sorgten Drohnen-Angriffe bereits für Schließungen der großen deutschen Flughäfen Frankfurt, München und Berlin.
Russland im „grauen Krieg“ gegen Deutschland
Im Verdacht: unter anderem Russland. Gegner des Westens könnten Nato-Länder bzw. Unterstützer der Ukraine in einem konventionellen militärischen Krieg nicht besiegen. Doch Angriffe in der Grauzone zwischen Krieg und Frieden können große Erfolge bringen, erklärt das WSJ. Zu diesem „grauen Krieg“ (auch: hybrider Krieg) gehören Drohnen-Attacken, Spionage-Aktivitäten und Propaganda-Einflusskampagnen.
Sicherheitsexperte Christian Mölling (52) spricht von einer „prekären Situation“
Die Bekämpfung der Drohnen stößt auf viele Schwierigkeiten. Sie zu erkennen, ist technisch aufwendig und teuer. Und wenn sie entdeckt werden, ist nicht klar, wer (Flughafen? Polizei? Bundeswehr?) dafür zuständig ist, sie zu neutralisieren.
„Es sieht so aus, als hätte der Staat derzeit keine Kontrolle über seinen Luftraum, und das ist eine sehr prekäre Situation“, zitiert das WSJ den Sicherheitsexperten Christian Mölling, Direktor der Forschungsgruppe Edina.
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Apsny News


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