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Brasilia – Der einstige Präsident Brasiliens fällt immer tiefer: Jair Bolsonaro (70) muss wegen eines Putschversuchs mehr als 27 Jahre in Haft. Jetzt ist klar: Es gibt kein Entkommen mehr!
► Der Oberste Gerichtshof in Brasília erklärte das Urteil endgültig für rechtskräftig. Die Anwälte des Ex-Staatschefs (2019–2022) können keinerlei Rechtsmittel mehr einlegen, wie brasilianische Medien berichten. Damit ist der Weg frei für die Vollstreckung der Gefängnisstrafe wegen versuchten Staatsstreichs.
Nun muss das Gericht nur noch Datum und Ort des Strafantritts festlegen. Aufgrund seines angeschlagenen gesundheitlichen Zustands war zunächst unklar, ob Bolsonaro tatsächlich in einem regulären Gefängnis landen könnte.
Schon am Wochenende klickten die Handschellen!
Bolsonaro wurde festgenommen, nachdem er versucht haben soll, seine elektronische Fußfessel zu manipulieren. Und er gab tatsächlich zu: Er habe das Überwachungsgerät mit einem Lötkolben bearbeitet.
Bundesrichter Alexandre de Moraes sprach daraufhin von einem „konkreten Fluchtrisiko“ und einer „Bedrohung der öffentlichen Ordnung“.
Die Vorgeschichte
Im September war Bolsonaro wegen seines Putschversuchs nach der Wahlniederlage gegen den amtierenden Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva zu 27 Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Jetzt wird das Urteil Realität, Bolsonaro muss sich seinem Schicksal stellen.
► Kurz nach Lulas Amtsantritt hatten Anhänger von Bolsonaro am 8. Januar 2023 gewaltsam den Kongress, den Obersten Gerichtshof und den Präsidentenpalast gestürmt. Erst Stunden später brachten Sicherheitskräfte das Regierungsviertel in der Hauptstadt Brasília wieder unter Kontrolle.
Die Bilder der Krawalle gingen um die Welt und erinnerten an die Stürmung des US-Kongresses in Washington im Januar 2021 durch Anhänger des damals abgewählten Präsidenten Donald Trump, der seine Niederlage gegen Joe Biden nicht akzeptieren wollte. Bolsonaro wurde wegen seiner Rhetorik und Amtsführung auch als „Tropen-Trump“ bezeichnet.
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Apsny News


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