Boxen: Fai Phannarai verteidigt WM-Titel gegen Isis Vargas Perez | Sport

01.05.2025 - Perşembe 19:21

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Fai Phannarai (23) stand unter der großen Disco-Kugel in der Großen Freiheit in Hamburg und schnaufte durch. Dann flog Gold-Flitter durch den Box-Ring. Die fünfte Titel-Verteidigung war für die WIBF/WBF-Weltmeisterin im Superbantan-Gewicht (55,2 Kilo) die schwerste.

Beim 10. Jubiläum von Boxen im Norden schlug sie die zähe Mexikanerin Isis Vargas Perez (27/Mexiko) einstimmig nach Punkten (97:93, 96:94, 98:92). Phannarai war erstmal zum eigens für sie komponierten Lied „Das Herz einer Kriegerin“ in den marschiert – und zeigte das zehn beinharte Runden lang.

„Ich bin nicht besonders zufrieden mit meiner eigenen Leistung“, sagte der, „Diamant“ von Promoter Thomas Nissen nach ihrem 17. Profi-Sieg. „Meine Gegnerin war mega-stark. Eine sehr harte Prüfung. Ich bin froh, dass ich es überstanden habe.“

Im Winter war Phannarai zu Trainer Peter Löwen (43) gewechselt. Und zog sich vor dem Kampf zum ersten Mal in die Berge nahe Berchtesgaden zurück. „Es sind so viele Sachen, die ich besser machen muss“, sagte die Nürnbergerin selbstkritisch.

Doch ihr Promoter relativierte das. Nissen: „Fai rückt durch den Sieg jetzt von Platz sieben auf Rang drei der Weltrangliste vor.“ Und ist damit bereit für einen Kampf gegen die Engländerin Ellie Scotney (27), die die Titel von IBF, IBO und WBO hält.

Feigenbutz feiert zweiten Sieg in sechs Tagen

Er hatte mit dem Boxen schon abgeschlossen. Nach mehreren Enttäuschungen hatte Ex-WBA-Weltmeister Vincent Feigenbutz (29) keine Lust mehr auf das Profi-Geschäft und eine Ausbildung bei der Polizei begonnen. Doch Promoter Thomas Nissen überzeugte ihn mit Ringarzt und Freund Dr. Tim Kuchenbuch vom Comeback.

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Nach zwei Jahren Ringpause verschwendete der Mittelgewichtler (72,5 Kilo) keine Zeit – und feierte gegen den Slowaken Lukas Ferneza (23) den zweiten Sieg in nur sechs (!) Tagen. Auch wenn er gegen den zähen Kontrahenten hart arbeiten musste und über die acht Runden ging. Am Ende war das Punkt-Urteil aber einstimmig: 78:74, 78:74, 77:75.

„Ich komme ja mehr aus dem Hobby-Boxen, trainiere für mich allein im Keller“, sagte Feigenbutz im Ring und zollte seinem Gegner Respekt: „Ein starker Mann.“

Samstag hatte er in seiner Heimat Karlsruhe Aufbau-Gegner Ognjen Solaja (19/Serbien) ebenfalls vorzeitig auf die Bretter geschickt – der 33. K.o.-Sieg seiner Karriere. Dass er noch mal die Weltspitze angreifen will, ist eher unwahrscheinlich: „Ich habe ja keine Zeit. Familie, Job... Aber wenn ich es einrichten kann, komme ich am 3. Oktober wieder zu Boxen im Norden. Das ist eine geile Kulisse.“

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Quelle: BILD/Instagram @runit.au/YouTube @RUNIT CHAMPIONS LEAGUE @charizma68

Denis Krieger holt Interims-WM

Denis Krieger (36) holte sich die WBF-Interims-WM im Superweltergewicht (69,9 Kilo) gegen Filip Gorol (24/Tschechien) durch technischen K.o. in der zweiten Runde. Der Sieger euphorisch: „Vor drei Jahren dachte ich, dass ich nie wieder boxen kann und es nicht weitergeht...“

Der Deutsche Meister im Leichtgewicht Nenad Stancic (28) vermöbelte seinen bis dahin in 13 Kämpfen unbesiegten Gegner Jose Arcon (29/Venezuela), bis der nach der fünften Runde in seiner Ecke sitzenblieb. Stancic: „Jetzt stehen uns alle Türen offen, jetzt wird Ernst gemacht.“

Bittere Enttäuschung dagegen für Alexander Pavlov (36). Der Supermittelgewichtler war in seinem WBF-WM-Kampf gegen den ungeschlagenen Alaa al Mahmoud (28/Niederlande) absolut chancenlos und ging in der fünften Runde erschöpft in die Knie. Der Ringrichter brach das ungleiche Gefecht ab.

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