Brenzlige Situation an Belarus-Grenze zu Polen: Diktator setzt immer mehr Flüchtlinge als Waffe ein | Politik

17.07.2025 - Perşembe 07:08

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Berlin/Warschau – Krise an den europäischen Grenzen zu Belarus! Von dort aus setzt Diktator und Putin-Kumpel Alexander Lukaschenko (70) Flüchtlinge vermehrt als Waffen an der EU-Ostgrenze ein. Sein Ziel: Sie sollen die politische Lage in Deutschland destabilisieren.

Deshalb ist jetzt Alarm an den polnischen Grenzen! Die vergangenen Tage waren für Polen eine Belastungsprobe. Der Druck steigt täglich. Am vergangenen Donnerstag wurden 115 Fälle von versuchten Grenzdurchbrüchen erfasst.

▶︎ Am Wochenende (von Freitag bis Sonntag) wurden 390 Migranten zurückgewiesen. Allein am Montag versuchten 185 Migranten, die Grenzsperren zu durchbrechen. Sie wurden gestoppt und zurückgedrängt.

Anfang Juli an der Ostgrenze: Polen-Präsident Andrzej Duda (links) nach einem Treffen mit Soldaten, Polizisten und Grenzschutzbeamten, die an der polnisch-belarussischen Grenze in der Grenzstadt Ozierany Male ihren Dienst verrichten

Anfang Juli an der Ostgrenze: Polen-Präsident Andrzej Duda (l.) nach einem Treffen mit Soldaten, Polizisten und Grenzschutzbeamten von an der polnisch-belarussischen Grenze aus der Grenzstadt Ozierany Male

Foto: Artur Reszko/PAP/dpa

Neue Flüchtlingskrise könnte Europa erschüttern

In diesem Jahr wurden bereits 20.583 illegale Einreisen aus Belarus in die EU abgewehrt. Doch die Angst bleibt: Eine neue Flüchtlingskrise könnte Europa erschüttern.

Was an der EU-Außengrenze zu Belarus schützen soll, sind Zäune, Drohnen und ausreichend Personal. Doch genau das fehlt – immer wieder gelingt es Gruppen, durchzubrechen oder Angriffe zu starten.

Will sich die Lage an der polnische Grenze genau anschauen: Innenminister Aleander Dobrindt (55, CSU)

Will sich die Lage an der polnischen Grenze genau anschauen: Innenminister Alexander Dobrindt (55, CSU)

Foto: Christian Charisius/dpa

Die Fluchtrouten

Die Route der Migranten führt über Moskau (Russland), Doha (Katar), Istanbul (Türkei) und Benghazi (Libyen) nach Minsk. Von dort lässt Lukaschenko sie gezielt zur Grenze verfrachten. In Bussen – mit Werkzeugen im Gepäck, um den Grenzschutz zu sabotieren. Aktuell fliegen 78 Passagiermaschinen pro Woche aus der Türkei nach Belarus – im April waren es noch 20.

▶︎ Nach Informationen von BILD hat die staatliche belarussische Airline Belavia damit begonnen, regelmäßig von Minsk nach Benghazi zu fliegen. Am 18. Juni startete erstmals ein neu angeschaffter Jet auf dieser Strecke.

Warnung vor Gewalt

Geheimdienstler berichten gegenüber BILD: „Fast jede Person in den Gruppen, die an den EU-Außengrenzen ankommen, kann Russisch.“ Viele der Migranten seien äußerst aggressiv, die Angriffe auf Beamte nehmen zu. Der Großteil sind junge Männer – zwischen 25 und 40 Jahren.

Dobrindt unterstützt Polen

BILD konfrontiert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit der Zuspitzung an der Grenze. Er stellt klar: „Polen schützt an der Grenze zu Belarus nicht nur die eigene, sondern die europäische Außengrenze.“

Die Regierung in Warschau leiste „herausragende Arbeit“. Und weiter: „Polen verdient nicht nur Respekt, sondern mehr Unterstützung, aus ganz Europa.“ Dobrindt stärkt seinem polnischen Kollegen den Rücken: „Ich unterstütze ausdrücklich die Maßnahmen, die Polen ergreift, um die europäische Außengrenze zu sichern.“

Schon kommenden Montag reist Dobrindt zu einem vertraulichen Krisentreffen an die polnisch-belarussische Grenze. BILD erfuhr davon aus Regierungskreisen in Berlin und Warschau. Eine Sprecherin des Ministers bestätigte den Termin auf BILD-Anfrage.

Hybride Angriffe

Der Innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (56, CDU) erklärt gegenüber BILD: „Wir müssen endlich wirksame Mittel gegen diese hybriden Angriffe finden, die Europa destabilisieren sollen. Solche Migranten müssen wir in sichere Drittländer nach Afrika bringen. Dann wird der Zustrom schnell aufhören.“

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