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Brüssel: Lkw-Anhänger kämpfen gegen irre EU-Verordnung | Politik
17.09.2025 - Çarşamba 13:37
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Brüssel – Nach einer EU-Verordnung müssen Lkw-Anhänger ihren CO₂-Ausstoß reduzieren – auch wenn sie weder Auspuff noch Motor haben. Werden die Emissionsziele nicht erreicht, drohen ab 2030 massive Strafen.
Die deutsche Lkw-Branche rechnet damit, dass ihr Geschäft nicht mehr wirtschaftlich wäre, sollte es so kommen. Laut BILD-Informationen ziehen führende Hersteller von Lkw-Anhängern deshalb jetzt vor den Europäischen Gerichtshof.
Dabei wenden sie sich gegen die Verordnung (EU) 2024/1610, die seit dem 1. Juli 2024 verbindliche CO₂-Reduktionsziele auch für Anhänger festlegt.
Die Hersteller warnen: Der Schuss geht nach hinten los! Die EU-Verordnung zwingt Lkw-Anhänger zu CO₂-Einsparungen – sorgt damit aber wohl für mehr Lkw-Fahrten.
Berechnet werden die Einsparungen über ein Computer-Programm namens VECTO – das technische Änderungen wie weniger Gewicht oder geringere Höhe automatisch positiv bewertet.
In der Realität könnte das aber zu weniger Ladevolumen führen – und deshalb zu mehr Leerfahrten und zusätzlichen Touren. Ergebnis: mehr Lkw auf den Straßen und sogar mehr CO₂-Ausstoß.
EU-Irrsinn pur!
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (66) zieht den Unmut der Lkw-Bauer auf sich
Jeder Hersteller muss bereits heute für jedes Fahrzeug einen „Carbon-Footprint“ berechnen und nach Brüssel melden.
Ab 2030 drohen der Branche dann Strafzahlungen von 4250 Euro pro Gramm CO₂ pro Tonne/Kilometer. Das könnte Lkw-Anhänger um bis zu 40 Prozent verteuern und viele Firmen in den Ruin treiben, erfuhr BILD.
Über 70.000 Jobs in Deutschland und Europa stehen auf dem Spiel!
Lkw-Branche warnt vor „Deindustrialisierung“
Die acht großen Hersteller fordern deshalb die Abschaffung des VECTO-Programms und realistische Regeln, die echten Klimaschutz bringen. Ihr Vorwurf: „Diese Verordnung zerstört Wirtschaft und Jobs – und verfehlt die Klimaziele.“
Gero Schulze Isfort, Chef des Lkw-Bauers Krone Commercial Vehicles und Sprecher der Kläger, sagte zu BILD: „Unsere Hochrechnungen alleine für das Unternehmen Krone kommen aktuell auf Strafzahlungen von circa 140 Millionen Euro, sollten wir die Ziele um nur 2,5 Prozent verfehlen. Wenn die EU die Regulierung so beibehält, ist das ein weiterer Baustein zur Deindustrialisierung.“
Bleibe die Regulierung unverändert, sei „die Produktion in Deutschland beziehungsweise in der EU nicht mehr wirtschaftlich“. Folge: „Das zwingt Hersteller entweder außerhalb Europas zu fertigen und die in Deutschland und Europa vorhandenen Werke zu schließen“, so Isfort.
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