Bürgerprotest: Im Süden dreht sich der Wind gegen die Räder | Politik

17.04.2025 - Perşembe 11:33

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Dieses Energieprojekt fegt der Bürgerwind vom Tisch!

Im Schwarzwald wehren sich die Bewohner einer Gemeinde erfolgreich gegen den Bau geplanter Windräder. Dabei hatte der grüne Bürgermeister zuvor vehement dafür geworben.

▶︎ Ostelsheim (Landkreis Calw) ist nur einer von mehreren Fällen, in denen Windparks am Widerstand vor Ort scheitern.

► Beispiel Birkenfeld (Enzkreis): Dort stimmten Ende vergangenen Jahres fast 70 Prozent der Bürger gegen neue Windräder.

► Beispiel Sulz am Neckar (Landkreis Rottweil): Im Februar gab es für die vorgesehenen Windkraftanlagen im Bürgerentscheid keine Mehrheit.

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Die Stimmungslage auf dem Land: Viel Skepsis gegenüber neuen Windrädern!

Er hielt den Ostelsheimer Windpark für ziemlichen WindQUARK: Prof. Dr. Fritz Vahrenholt (75, SPD), ehemaliger Umweltsenator der Hansestadt Hamburg.

Kein Fan von Windkraftanlagen in Süddeutschland: Hamburgs Ex-Umweltsenator Professor Dr. Fritz Vahrenholt (75)

Kein Fan von Windkraftanlagen in Süddeutschland: Hamburgs Ex-Umweltsenator Fritz Vahrenholt (75)

Foto: Guenther Schwering

In BILD betont er: „So sehr ich erneuerbare Energien unterstütze, so wenig gehören sie in Wald- und Erholungsgebiete.“ Windräder seien im windarmen Süddeutschland viel zu ineffizient, belasteten Fauna und Flora.

Geht dem Daimler jetzt der Saft aus?

Dem widerspricht Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (52), dessen Stadtwerke den Windpark errichten sollten, auf BILD-Anfrage: „Die Kosten, den Strom von der Küste nach Süddeutschland zu bringen, sind deutlich größer als Windräder zu bauen, die etwas weniger Ertrag haben.“

„Er ist nach Ostelsheim gereist, um dort zu verkünden, dass der Ort die Anlagen bräuchte, damit ‚der Daimler noch Strom kriegt‘. Das ist ehrlicherweise nicht besonders seriös“, findet Vahrenholt.

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (52) hatte sich für den Bau der Windräder eingesetzt

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (52) hatte sich für den Bau der Windräder eingesetzt

Foto: Silas Stein/dpa

Der OB: „Ohne bezahlbare Energie gibt es keine Industrie. Wenn wir das, was alle brauchen, bei uns nicht haben wollen, können wir Deutschland zum Freizeitpark umwandeln.“

▶︎ Hat sich das Thema Windkraft in Ostelsheim erledigt? Nicht zwingend! Die von Bürgermeister Ryyan Alshebl (31, Grüne) im Vorfeld der Abstimmung formulierte Infobroschüre weist darauf hin, dass „auch auf Privatgrund in der Gemarkung Ostelsheim Windenergieanlagen errichtet werden können“.

Und: Die Tübinger Stadtwerke stellen dem Ort die Kosten für Vorleistungen in Rechnung. Palmer: „Wir haben einen gültigen Vertrag mit der Gemeinde.“

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