BVB-Analyse: Ist Dortmund wirklich mehr als ein Bayern-Jägerchen? | Sport

28.09.2025 - Pazar 23:19

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Die Bundesregierung hat den „Herbst der Reformen“ vorerst zerspa(h)nt, bei Borussia Dortmund hingegen soll im Herbst der Innovationen schon in Mainz 05 (Sa., 15.30 Uhr/Sky und Dazn) die nächste Stufe gezündet werden!

Nach dem besten Bundesliga-Start seit 10 Jahren (10 Punkte, Platz 2) will der BVB jetzt beweisen, dass mit dem Pott-Klub auch in der Meisterschaft ab sofort zu rechnen ist. Aus dem Bayern-Jägerchen der letzten Jahre soll unter Reformer-Trainer Niko Kovač (53/„Arbeit lohnt sich!“) endlich wieder ein ernst zu nehmender Titel-Rivale werden!

13 Jahre ohne Schale und 25 Punkte Rückstand auf die Alles-Abräumer-Bayern in der vergangenen Saison haben das Selbstvertrauen der Borussia nach Meinung der Bosse lange genug zersetzt wie die Säure den Schweinsbraten. O‘ griffen wird! Oder etwa wieder nicht?

Krasser Fauxpas bei BVB-Sieg: Sie hätte dieses Tor NIE schießen dürfen!

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[-->Quelle: BILD, Instagram26.09.2025

Während im Söderland das Oktoberfest schwappt, steht dem BVB der Meister-Eignungstest bevor: in Mainz (A), dann Leipzig (H/4.10.) und München (A/18.10.). Erst nach diesem anspruchsvollen Liga-Triple weiß Dortmund wirklich, was der gute Start gegen die Durchschnitts-Gegner St. Pauli (3:3), Union (3:0), Heidenheim (2:0) und Wolfsburg (1:0) wirklich wert ist.

Kann die öffentlich formulierte Titel-Sehnsucht von Maximilian Beier (22), Nico Schlotterbeck (25) und Co. in dieser Spielzeit wirklich gestillt werden? Oder steuert Schwarz-Gelb nach den letzten beiden Murks-Jahren doch nur auf den dritten Winter der Depressionen zu?

[-->Was gegen neuerlichen Hinrunden-Schrott spricht: Mit Kovač hat Dortmund in den acht Monaten seiner Amtszeit zurück zur Malocher-Identität gefunden. Saisonübergreifende 12 Liga-Spiele ohne Pleite belegen, dass Konstanz, Intensität und Mentalität keine Fremdwörter, sondern wieder die Basis von allem sind. Mit Disziplin, engmaschiger Kontrolle, Fitness-Drill und der Schlüssel-Entscheidung pro Dreierkette hat Kovač die Wende eingeleitet und eine neue Leistungs- und Arbeitskultur installiert.

Er hat uns in den Arsch getreten! Das hat er getan...

Oder wie BVB-Star Karim Adeyemi (23) es ruhrpottderbe formuliert: „Er hat uns in den Arsch getreten! Das hat er getan …“ Bei den Auftritten des mutierten Nationalstürmers ist das zweifelsfrei am besten zu erkennen: nix mehr Phlegma, nur noch Pressing und Hochgeschwindigkeit.

Trainer-Reformer Niko Kovač (53) hat eine neue Arbeits- und Leistungskultur beim BVB installiert. Bestes Beispiel: Stürmer Karim Adeyemi (23/r.) ackert neuerdings auf Vorbild-Niveau

Trainer-Reformer Niko Kovač (53) hat eine neue Arbeits- und Leistungskultur beim BVB installiert. Bestes Beispiel: Stürmer Karim Adeyemi (23/r.) ackert neuerdings auf Vorbild-Niveau

Foto: Borussia Dortmund via Getty Images<!-->

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Keinen Halt macht King Kovač, wie BILD ihn am 4. Mai noch vor der sensationellen Last-Minute-Quali für die Champions League taufte, auch vor Namen oder Transfersummen. Bestes Beispiel: Jobe Bellingham (20), der wegen Formschwäche seinen Stammplatz bis auf Weiteres auf der Bank hat. „Ich habe noch jeden hingekriegt“, behauptet Kovač grinsend. 30-Millionen-Irrtum oder nur Anlaufprobleme – den Beweis, dass er auch Bellingham in die Spur bekommt, will der ehrgeizige Kroate garantiert zeitnah erbringen.

Dortmund reformiert sich. Dass Kovač bei der Meister-Frage noch akute „Glatteis“-Gefahr wittert, ist verständlich. Der Autor dieser Analyse traut dem BVB inzwischen schließlich auch jede Form von Drama zu – speziell vor Mainz-Spielen! Wahr ist aber auch: So viel Fortschritt wie derzeit war in Dortmund schon lange nicht mehr zu beobachten. Die nächsten drei Spiele werden zeigen, wie viel Titel-Kandidat schon im BVB steckt …

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