CDU-Programm in BaWü: Kopfnoten für Drückeberger-Lehrer? | Politik

07.12.2025 - Pazar 08:47

[ad_1]

Heidelberg – Zoff an den Schulen im Südwesten! Die CDU will Lehrer, die dauerhaft wenig leisten, stärker unter Druck setzen. Die Bildungsgewerkschaft GEW reagiert empört – und erklärt die Partei deshalb für „nicht wählbar“.

Das neue Regierungsprogramm der CDU-Baden-Württemberg im Vorfeld der Landtagswahl am 8. März 2026 nimmt Drückeberger-Lehrer ins Visier, die Dienst nach Vorschrift machen oder Fortbildungen verweigern. Das klare Ziel: mehr Leistungsprinzip im Klassenzimmer.

„Wir versetzen Schulleitungen in die Lage, Engagement, Verlässlichkeit und besondere Leistung zu honorieren“, heißt es in dem Papier. Gleichzeitig sollen Rektoren auch wirksam gegen Lehrer vorgehen können, die „dauerhaft mangelnde Leistungsbereitschaft und Pflichtverletzungen“ zeigen – mit Feedbackgesprächen, Entwicklungsplänen und sogar Sanktionen.

Der CDU-Bildungsexperte Andreas Sturm sagt: Viele Schulen beklagen, dass sie kaum reagieren können, wenn Lehrer sich verweigern. Etwa bei Fortbildungen – obwohl eine Pflicht bestehe. Dazu komme ein hoher Krankenstand. Weil Lehrer in der Regel Beamte sind, können ihre Gehälter nicht gekürzt werden. Die CDU setzt deshalb auch auf Anreize, wie etwa Fortbildungsangebote auch in den Ferien.

Lehrergewerkschaft tobt

Bei der Bildungsgewerkschaft GEW sorgt der CDU-Vorstoß für Wut. Landeschefin Monika Stein nennt die CDU für Millionen Eltern, Schüler und Lehrer nicht wählbar. Wer das Bild der faulen Lehrkräfte aus der Mottenkiste hole, während gleichzeitig fast jede Fortbildung für Pädagogen wegen zu geringer Angebote überbucht sei, sollte nicht die Bildungspolitik des 21. Jahrhunderts gestalten. Sie wirft der CDU vor, mit ihrer eigenen Bildungspolitik gescheitert zu sein.

► Stein erwartet von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel (37) mehr Sachkenntnis. „Dann könnte er zum Beispiel lernen, dass manche Lehrkräfte an Grundschulen nicht zu einer Fortbildung fahren, weil es in dieser Schulart keine einzige zusätzliche sogenannte Poolstunde und keine Vertretungen gibt und beim Besuch einer Fortbildung der Unterricht ausfallen würde.“

Sie wirft der CDU eine Bildungspolitik „aus dem vergangenen Jahrtausend“ vor.

Sturm stellt klar, dass die CDU den Begriff „faule Lehrer“ ablehnt. Aber: Schulleiter bräuchten dringend bessere Möglichkeiten, Leistung zu belohnen und Fehlverhalten zu sanktionieren. „Dabei bringen ganz wenige Lehrkräfte den gesamten Berufsstand in Verruf“, sagt Sturm.

[ad_2]
Apsny News

YORUM YAZ

Yorum Yazabilmek İçin Lütfen Giriş Yapın.