CDU-Spitze schweigt zur Renten-Initiative ihrer Wirtschaftsministerin | Politik

27.07.2025 - Pazar 21:46

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Berlin – Länger arbeiten? Rente ab 70? Der CDU ist die Initiative ihrer Wirtschaftsministerin Katherina Reiche offenbar sehr unangenehm!

BILD fragte die CDU-Spitzen ab: Parteichef Friedrich Merz (69), seinen Kanzleramtsminister Thorsten Frei (51), CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (47), Fraktionschef Jens Spahn (45) – vergeblich! Keiner der Unions-Granden wollte Parteifreundin Reiche zur Seite stehen, ihren mutigen Vorstoß auch nur kommentieren.

Lediglich ein Regierungssprecher schickte BILD ein paar Nebelkerzen: Die „Stabilisierung des Rentenniveaus“ werde „bei 48 Prozent bis 2031“ liegen. Und die Bundesregierung werde bald eine Renten-Kommission einsetzen für Konkreteres zum Thema.

Die Frage, ob der Kanzler gegen alle Kritik zu seiner Ministerin steht, ließ das Kanzleramt jedoch unbeantwortet!

Kein Mucks auch von Reiches zuständiger SPD-Kabinettskollegin Bärbel Bas (57, Arbeit/Soziales). Wirtschaftsexperte Prof. Bernd Raffelhüschen (67, Uni Freiburg) vermutet, die Koalitionspartner hätten wohl „große Angst, ein weiteres Wahlversprechen zu brechen“.

Vernehmbar waren am Sonntag nur Arbeitnehmerflügel und Wirtschaftsrat der Union, die überhaupt zu kommentieren bereit waren. CDA-Chef Dennis Radtke (46) sagte zu BILD: „Wer sein Leben lang hart gearbeitet hat, darf keine wirtschaftliche Angst vor dem Ruhestand haben.“ Er verlangte mit Nachdruck nach einer „privaten Zusatzrente für Geringverdiener“.

Wirtschaftsrat-Mann Wolfgang Steiger (60, CDU) sieht in der emotional geführten Debatte „eine bemerkenswerte Ignoranz“ gegenüber einfachsten demografischen Realitäten. Seine Forderung: „An einer ehrlichen Reformdebatte über die Lebensarbeitszeit führt kein Weg vorbei.“

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