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Als der Schauer endete, zog ein Regenbogen durch die Hauptstadt: Hunderttausende demonstrierten am Samstag für Vielfalt und Demokratie. Zwischen Glitzer, lasziven Looks und Party wurde klar: Dieser Berliner Christopher Street Day (CSD) war politischer denn je!
Berlin feiert und demonstriert für die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und queere Menschen). Alles wackelt und bebt! Unter den 75 Wagen ist auch Axel Springer (u.a. BILD, WELT, POLITICO) samt Promis an Bord.
Axel Springer (u.a. BILD, WELT, POLITICO) war wieder mit einem eigenen Wagen dabei
Matthias Mangiapane beklagt Vorbehalte
Und die machen schnell klar, dass sie nicht nur für Fans und Fotos dabei sind. So wie TV-Star Matthias Mangiapane (40). Er ging dieses Jahr schon in Dresden und Köln mit auf die Straße, verriet BILD: „Ich sehe den CSD nicht nur als kunterbuntes Straßenfest, sondern als politische Veranstaltung. Ich wohne in Bayern auf dem Land. Wenn ich zuhause ins Amt gehe, werde ich bis heute schräg angeschaut. Die Vorbehalte sind groß – und das nur, weil ich mit einem Mann verheiratet bin.“
Bei Axel Springer und BILD setzten sich auch Erotikmodel Micaela Schäfer und TV-Star Matthias Mangiapane für die Liebe ein
Die Veranstalter des CSD fordern von der Politik, den Schutz queerer Menschen ins Grundgesetz aufzunehmen. Weil Bürgermeister Kai Wegner (51, CDU) vergangenes Jahr eine Bundesratsinitiative versprach und seitdem aus Veranstaltersicht nicht viel passiert ist, hielt er dieses Jahr NICHT die Eröffnungsrede.
Judenhass steigt – auch in der Community
Und auch Teilnehmer schlugen ernste Töne an: Der Verein Keshet etwa repräsentiert den jüdischen Teil der Community und hatte viele bunte Israel-Flaggen dabei. „Wir müssen gerade nach dem 7. Oktober sichtbar sein“, sagt Mitglied Nickolai (50) zu BILD. „Seitdem spüre ich immer mehr Judenhass.“
„Uns wird keine Empathie entgegengebracht, aber wir werden faschistische Zionisten genannt“, sagt Nickolai, der am 7. Oktober Freunde verlor. „Ich will zeigen: Ihr könnt uns nicht ausradieren!“
Israel-Hasser veranstalten eigenen CSD
„Heute bin ich nervös und erwarte negative Reaktionen“, ergänzt er. Denn zeitgleich demonstrieren Israel-Hasser bei der eigenen Demo unter dem Motto „Queers for Palestine“. Dass sie im von der Terrormiliz Hamas regierten Gazastreifen verfolgt, ausgepeitscht und sogar ermordet würden – für sie egal.
Die „Queers for Palestine“ demonstrierten für die Gebiete, die, wenn sie ein Staat wären, zu den intolerantesten, brutalsten und LGBT-feindlichsten der Welt zählen würden
Während die einen friedlich feiern, fliegen von den 4700 Teilnehmern Farbbeutel auf Polizeibeamte. Dazu Rufe wie „From the River to the Sea“ – mit der Formulierung wird explizit die Auslöschung Israels gefordert.
Die „Queers for Palestine“ forderten etwa, Zionisten zu vernichten
Für Nickolai, dessen Familie in Israel lebt, zeigen die Demonstranten ihre Doppelmoral: Als Terroristen am 7. Oktober 1200 Menschen ermordeten und Menschen vergewaltigten, verlor er Freunde.
„Mich hat damals nur ein nicht jüdischer Freund gefragt, ob es meinen Liebsten gut geht. Als der Krieg startete, fragten aber alle, wie ich Israel unterstützen könnte. Da habe ich realisiert, wer meine wahren Freunde sind.“
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Apsny News


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