DFB-Pokal: St. Pauli verhindert Blamage! | Sport

16.08.2024 - Cuma 19:02

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Mit dem DFB-Pokal beginnt Fußballsaison!

Und dieser hat bekanntlich seine eigenen Gesetze.

Regel Nummer 1: Ein Erstligist stolpert in der ersten Runde! Seit der ersten Pokal-Runde 63/64 hat es mindestens einen Verein aus dem Oberhaus erwischt. Letzte Saison hingen die Köpfe in Darmstadt, Bremen, Augsburg und Bochum.

Mainz und St. Pauli mussten lange zittern, hatten in den 90 Minuten Glück, überhaupt noch im Spiel zu sein. In der Verlängerung zitterten sie sich dann in die nächste Runde.

Halle – Sankt Pauli 2:3 n.V.

Pokal-Debüt geglückt! Cheftrainer Alexander Blessin (51) kann nach einem turbulenten Abend durchatmen. Bei Ex-Verein Royal Union Saint-Gilloise holte er den belgischen Cup – die St. Pauli Fans dürfen sich weiter auf die Pokal-Reise freuen.

Pauli dreht das Spiel erst in der Verlängerung. Das Siegtor erzielt Ritzka (113.). Der Paulianer ist nach einer Treu-Flanke zur Stelle, schädelt zum 3:2 ein (110.)

Zu Beginn geht der Underdog durch Akono noch in Führung (11.). Daran hat vor allem der Pauli-Keeper großen Anteil. Vasilj will den Stürmer ausspielen, dann folgt der Slapstick-Moment: Akono luchst den Ball ab und muss im Fünfmeterraum nur noch einschieben.

Da werden bei St. Paulis Fans Erinnerungen wach: Die erste Niederlage der vergangenen Aufstiegs-Saison leitete Vasilj mit einem Bock ein. Beim 0:1 in Magdeburg am 21. Spieltag missglückte sein Befreiungsschlag derart, dass FCM-Stürmer Atik sich mit dem Siegtor für die Ostdeutschen bedankte.

Erst mit dem Anpfiff der zweiten Hälfte sind die Kiezkicker richtig im Spiel – und machen den schnellen Ausgleich. Nach einer gelungenen Kombination legt Neuzugang Guilavogui rechts im Strafraum quer auf den mitgelaufenen Eggestein (48). Der muss nur noch den Fuß hinhalten und schiebt zum 1:1 ein.

Die Kiezkicker haben das Spiel im Griff? Von wegen!

Links geht der schnelle Akono durch, passt in den Lauf von Hauptmann, der vor Treu zum 2:1 für Halle trifft (62.). So geht Pokal!

Blessin reagiert mit einem Vierfach-Wechsel kurz vor Ende. Und tatsächlich kommt dann der späte Ausgleich: Adam Dzwigala trifft zum 2:2 (90.+4). Das bedeutet die Verlängerung im Pokal-Hitchcock!

Blessin beendet den Pokal-Fluch von St. Pauli. Erstmals nach fünf Anläufen überstehen die Kiez-Kicker die 1. Runde nach einem Bundesliga-Aufstieg.

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Quelle: BILD/Instagram @lagalaxy

Wiesbaden – Mainz 1:3 n.V.

Mainz macht seine Hausaufgaben und gewinnt das Rhein-Hessen-Derby! Drittligist Wehen Wiesbaden verliert wie bei den letzten beiden Pokalteilnahmen auch heute sein erstes Spiel.

Das Siegtor für Mainz kommt in der Nachspielzeit. Jonny Burkardt (113.) ist abgezockt genug und trifft aus dem Lauf!

Danach folgt der nächste Treffer für Mainz in der Nachspielzeit. Jetzt ist alles klar! Amiri sorgt für die Entscheidung (120.).

Zunächst ging auch der Underdog in Führung (14). Die Mainzer schaffen nicht den Ball aus dem eigenen Strafraum zu klären. Mittelfeldspieler Gözüsirin nutzt die Situation aus und schiebt aus neun Metern flach ins rechte Eck.

Spannender Hintergrund: Gözüsirin traf bereits dreimal im DFB-Pokal.

Kohr trifft dann zum umjubelten Ausgleich (59). Nach einer perfekten Vorlage von Lee zieht der Routinier Vollgas ins lange Eck.

Die beiden Klubs trafen bisher viermal aufeinander – alle gewannen die 05er. Jetzt wieder nach einem langen Pokal-Fight!

Würzburg – Hoffenheim 3:5 n.E.

Keine schlaflose Nacht für Pechvogel Philipp. Nach seinem Slapstick in der ersten Hälfte macht er seine Fehler wieder gut. Der Torwart pariert im Elfmeterschießen! Hoffenheim ist weiter.

Julian Justvan trifft zur Entscheidung im Elfmeterschießen! Zuvor treffen alle Hoffenheimer Schützen. Meisel verschießt für die Würzburger. Der Traum von der Pokal-Sensation ist aus.

Zu Beginn legt der Viertligist vor. Akpogumas Rückpass rutscht dem Baumann-Ersatz unbedrängt unter den Füßen durch. Enes Küc hat den richtigen Riecher und muss nur noch einschieben (11.). Der Underdog führt überraschend mit 1:0.

Den Ausgleich kommt durch ein Eigentor. Der Österreicher Prass kann unbedrängt vom Sechzehner abziehen und hat Glück. Würzburgs Farahnak fälscht den Schuss über Torwart Hipper ins Tor ab (18.).

Der Regionalligist geht in der Verlängerung wieder in Führung! In der 100. Minute dribbelt Hannemann über die linke Seite und schießt aus 16 Metern ins linke Eck zum 2:1. Diesmal ist TSG-Schlussmann Philipp ohne Chance.

Dann der Ausgleich durch einen Nachschuss von Bülter (107.). Hoffenheim rettet sich schlussendlich ins Elfmeterschießen.

Die Würzburger schrammen nach Elfmeterschießen hauchdünn an der Pokal-Sensation vorbei.

Alexander Prass (23) bringt die Portion Pokal-Erfahrung aus Österreich. Mit Ex-Klub Sturm Graz gewann er in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils den Cup. Der Hoffenheim-Neuzugang erzielte auch den wichtigen Ausgleich, der abgefälscht als Eigentor gewertet wurde.

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