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Eine Woche redet Fußball-Deutschland nur über den „FC Woltemade“!
Vier Tore in den ersten beiden Spielen bei der U21-EM, zwei Treffer vorbereitet. Gegen England ist Nick Woltemade aber absolut kein Thema: 90 Minuten nur auf der Bank. Tor-Nick bittet Trainer Toni Di Salvo in der Halbzeit sogar, nicht eingewechselt zu werden.
Stattdessen wird beim England-Spiel mit einer neuen Tor-Hymne gejubelt. Die Spieler feiern zu „Weiper Weiper“ – Tschuldigung: zu „Hyper Hyper“ von Scooter! Denn Nelson Weiper ist eine klasse Woltemade-Vertretung, trifft zum 2:0.
Weiper und Deutschlands B-Mannschaft (ELF neue Kicker auf dem Platz) liefern gegen England ab – wer war noch mal gleich dieser Woltemade?
Gut, diese dumme Frage hätte ich mir klemmen können: Woltemade war, ist und bleibt natürlich das Herz dieser Mannschaft, gegen Italien soll er ausgeruht wieder zaubern.
Weiper verzieht sich wie selbstverständlich demütig zurück auf die Bank. Die Frage, ob er nach seinem guten Auftritt gegen England Nicolo Tresoldi oder Woltemade aus der Startelf verdrängt hat, beantwortet der Mainzer lachend: „Was eine Scheiß-Frage! Gar keinen! Die haben es sehr, sehr gut gemacht in den ersten beiden Spielen.“
Das Bank-Schicksal teilt Weiper mit Caspar Jander! Kennen Sie nicht? Kein Wunder: Der Mittelfeldspieler von Zweitligist Nürnberg fliegt aktuell noch etwas unter dem Radar, machte seine Sache gegen England aber richtig gut – eine Top-Bewerbung für höhere Aufgaben und erstklassige Klubs in Zukunft.
Doch zunächst muss er sich wieder brav hinten anstellen: An Eric Martel und Rocco Reitz kommt Jander nicht vorbei. Leider möchte ich sagen – der Junge macht nämlich richtig Spaß!
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Kein Sieger im Abwehr-Casting
Weiper und Jander haben ihre Chancen genutzt – für Jamil Siebert und Tim Oermann gilt das nicht! Beide Innenverteidiger absolvierten quasi ein Casting. Hätte einer von beiden richtig überzeugt gegen England, hätte er sich den Platz von Bright Arrey-Mbi schnappen können. Der Abwehrspieler schwamm bei den ersten beiden Spielen öfter mal.
Hätte, wenn und aber – Sie ahnen es: Beide konnten sich nicht ins Rampenlicht spielen.
Auch deshalb lege ich mich fest: Di Salvo denkt für den Italien-Kracher auf maximal einer Position über einen Wechsel nach: Knauff hat Chancen, für Gruda zu spielen – denn der überzeugte bisher nicht. Knauff dagegen traf erst selbst gegen England, bereitete dann Tor Nummer 2 vor – offiziell zum „Man of the Match“ gewählt von der UEFA.
Ansonsten werden wir die Startelf der ersten beiden EM-Partien sehen. Die Startelf der beiden Woltemade-Galas! Es gibt Schlimmeres…
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Apsny News


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